Ausgabe 6 // Oktober 2023 (Vorschau) | Arbeitsschutz - aber sicher!

// 9 TITELSTORY anschließend bis zur gewünschten Passform drehen. Zum Öffnen das Rad lösen und an der Lasche ziehen. Fertig. Die Modelle „Renzo“ und „Terence“ sind ebenfalls mit Boa Fit System erhältlich. „Terence“ verfügt zudem über den Mittelfußschutz XRD Met Guard. Dieser von außen unsichtbare Polyurethan-Einsatz ist flexibel und schützt den Mittelfußknochen vor Druck- und Stoßeinwirkungen. Denn die Mittelfußknochen liegen verhältnismäßig ungeschützt nur unter einer dünnen Hautschicht. Stöße und Verletzungen an dieser empfindlichen Stelle sind äußerst schmerzhaft und langwierig. Gerade auf der Baustelle macht ein Mittelfußschutz daher Sinn. Ein herunterfallender Hammer weiß schließlich nicht, bis wohin die Zehenschutzkappe reicht. Immer mehr Frauen im Einsatz Auf der modernen Baustelle sind mittlerweile immer mehr Frauen im Einsatz. Auch sie benötigen passgenauen Fußschutz. Lange Zeit, war das ein schwieriges Thema, ihnen standen nur Männermodelle in kleineren Größen zur Verfügung. Die waren jedoch nicht auf die Form der Frauenfüße abgestimmt und haben häufig für Druckstellen, Blasen und dadurch unkonzentriertes Arbeiten gesorgt. Die Folgen konnten SRS-Unfälle sein. Inzwischen gehören solche Probleme der Vergangenheit an, weil Hersteller von Sicherheitsschuhen in dem Bereich spezieller Damenmodelle intensiv geforscht haben. Ergebnis sind spezifische, schmalere Damenleisten, die sich der Anatomie weiblicher Füße optimal anpassen. So hat Elten vor einigen Jahren in Kooperation mit der Universität Tübingen die anatomischen Unterschiede zwischen Männer- und Frauenfüßen ermittelt. Hierbei wurden 1.000 Füße von weiblichen und männlichen Personen vermessen. Das Ergebnis zeigte einen gravierenden Unterschied: Schuhgröße 42 ist für einen Damenfuß vergleichsweise groß, für Herren eher Durchschnitt. Es genügt nicht, einen Herrenschuh für Damen auf geringere Schuhgrößen herunterzustufen. Denn dann ist der Schuh im Fersenbereich etwas zu weit. Je nach Größe ändert sich auch die Fußform Weitere Unterschiede zeigten sich hinsichtlich Ballenlänge und -breite, der Spannhöhe sowie in der Winkelstellung der Groß- und Kleinzehen. Für die Konzeption neuer Damenschuhe, wie des Modells „Lena blackblue Mid ESD S3“, waren diese Erkenntnisse wichtig – und auch für die Entwicklung eines spezifischen, schmalen Damenleistens. Das war eine besondere Herausforderung. Denn wie die Ergebnisse der Fußtypisierung zeigten, würde ein einzelner Leisten nicht ausreichen, um einen gut sitzenden Damenschuh zu fertigen. Je nach Schuhgröße veränderte sich nämlich auch die Fußform. So entstand je ein Leisten für breite, durchschnittlich breite und schmale Füße. Mit den Wissenschaftlern aus Tübingen hat Elten zudem das Mehrweitenkonzept Ergo Active entwickelt. Dazu wurden die Füße zahlreicher Arbeiterinnen und Arbeiter exakt in ihrer 3D-Form vermessen. Aus den Daten arbeiteten die Wissenschaftler gemeinsam mit Elten drei Fußtypen heraus und entwickelten pro Modell und Schuhgröße drei Varianten. Typ 1 hat kräftige Füße, kurze Zehen, eine breite Ballen- und Fersenweite und einen steilen Ballenwinkel. Typ 2 hat durchschnittlich breite Füße, lange Zehen, eine mittlere Ballen- und Fersenweite sowie einen flachen Ballenwinkel. Und Typ 3 hat schmale Füße, mittellange Zehen, eine schmale Ballen- und Fersenweite sowie einen mittleren Ballenwinkel. Diese Serie wurde in einem zweiten Schritt für noch mehr Tragekomfort modifiziert. Dazu wurden Füße in der Bewegung analysiert. Das Ergebnis: Die Modelle der erweiterten Ergo-Active 2.0-Reihe können sich an bestimmten Stellen weiten, an anderen Stellen mehr Halt geben. Sie sind zudem mit verschiedenen Sohlen für unterschiedliche Arbeitsplätze ausgestattet. Betrieb pünktlich aufgenommen Das Uhrwerk auf der Elten-Großbaustelle hat auch über die Persönliche Schutzausrüstung hinaus gut funktioniert. Van Well: „Am Ende haben wir die geplanten Ziele im gesteckten Zeitraum erreicht.“ Das 22 Meter hohe Lager hat pünktlich im Frühjahr seinen Betrieb Eine Photovoltaikanlage mit 970 Kilowatt peak versorgt den Alt- und Neubau der Elten-Logistik mit Strom. Ausgereifte Fußschutzkonzepte und technologische Innovationen – das sind die Stärken des niederrheinischen Sicherheitsschuhentwicklers und -herstellers Elten. Das mittelständische Familienunternehmen aus Uedem fertigt Fußschutz in über 113-jähriger Tradition, beschäftigt derzeit über 400 Mitarbeiter und erzielt eine Jahresproduktion von über 3 Millionen Paar Schuhen. Die Anwender und deren Bedürfnisse stehen stets im Mittelpunkt bei der Entwicklung neuer Modelle. Diese bieten nicht nur sicheren Schutz vor Verletzungen, sondern erfüllen auch die Anforderungen an Ergonomie, Tragekomfort, Gesunderhaltung der Füße und modernes Design. ELTEN aufgenommen. Aktuell wird das ehemalige Lager umgebaut und an das neue automatische Kleinteilelager angebunden. Die Stromversorgung übernimmt größtenteils eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 970 Kilowatt peak, die auf dem Dach des Alt- und Neubaus der Logistik installiert ist. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Die Nachhaltigkeit ist das Trendthema der diesjährigen Messe für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit A+A in Düsseldorf. Dort präsentiert Elten in Halle 9 an Stand A04/05 Neuigkeiten aus den Bereichen Umknickschutz, Dämpfung und Sohlen. Damit auch die künftigen Sicherheitsschuhe des Uedemer Traditionsunternehmens ihren Beitrag dazu leisten, dass SRS-Unfälle das Uhrwerk Großbaustelle nicht aus dem Takt bringen.

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