Ausgabe 7 // November 2023 (Vorschau) | Arbeitsschutz - aber sicher!

// 1 AUSGABE 7 2023 NOVEMBER Span Set hat leichtes Spiel mit schweren Lasten TITELSTORY: BESONDERE SCHUHE VON EINER BESONDEREN ART MENSCHEN Daiber hat seinen Unternehmensauftritt neu aufgestellt Über 30 Seiten Berichte zur A + A 2023

2 // Anthrazit Garn 90% Merinowolle (BIO-BASIERT) Schwarz-weißes Garn 65% rPET Pro Cool Ökologisch hergestelltes Polyester LET’S TALK ABOUT In 2024 werden wir in den meisten unserer europäischen Socken recyceltes Pro-Cool® EcoMade Polyester und Polyfresh® GRS Polyester verwenden. Die Pro-Cool® EcoMade-Garne werden hergestellt aus recycelten Materialien (rPET) und bieten die die gleiche feuchtigkeitsableitende Leistung wie wie die neuen Polymere, die wir ersetzt haben. Wir sagen: Unsere Socken bieten trockenen Komfort mit nachhaltigen Vorteile! bataindustrials.com ECO SOCKS ALL SEASON MERINO WOOL ECO ALL SEASON MERINO WOOL ECO Egal, wie kalt oder warm es ist, die Naturfasern in den All Seasons-Socken von Bata fühlen sich immer angenehm an. All Seasons Socken sind in Merinowolle und Baumwolle erfügbar. Die Merinowolle stammt von Merinoschafen mit sehr feiner, nicht kratzender Wolle. Daher sind die Socken aus Merinowolle unter allen Umständen großartig. Wolle sorgt für eine gleichmäßige Temperatur auf der Haut, speichert 30 % Feuchtigkeit, ohne sich nass anzufühlen, und ist von Natur aus elastisch, schmutzabweisend und antibakteriell. Baumwollsocken sind robuster als Merinowollsocken und können bei 40° C gewaschen werden. Spezielle Zonen in der Socke garantieren eine perfekte Passform und höchsten Komfort. Ihre Füße sind sicher, geschützt und werden an den richtigen Stellen unterstützt.

// 3 ED I TOR I AL schutz und Arbeitssicherheit. Entsprechend war das Publikum, entsprechend waren die Austeller, entsprechend waren die Gespräche. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung. Klar ist auch, das nicht alles nur super war. Kritikpunkte gibt es schon wie einen tristen Freitag, zumindest was die Besucherzahlen angeht. Wohl dem, der hier eine Lösung hat, um mehr Fachbesucher auch zum Finale in die Messehallen zu ziehen. Gut fand ich auch, dass manche Themen tatsächlich wie im Vorfeld angekündigt, in Hallen gebündelt oder dicht beieinander gezeigt wurden. Bestes Beispiel war da Halle 1, in der nahezu alles versammelt war, was mit der Höhe zu tun hat, von Leiter- und Gerüstherstellern über Absturzsicherung jeder Art bis zu den Seilproduzenten. Bei anderen Themen habe ich persönlich das nicht erkannt, Beispiel Sicherheits- und Arbeitsschuhe: da lag die Streuung der Hersteller zwischen Halle 9 und Halle 14. Aber das ist subjektives Empfinden, vielleicht waren ja auch einfach nur so viele SchuhSpezialisten vor Ort. Wie auch immer – in der Summe haben wir seitens des Verlages die Messe genossen. Es war großartig, mit vielen Partnern wieder einmal an einem Tisch zu sitzen, sich auszutauschen, sich zu informieren. Einige hat man tatsächlich – immerhin gibt es uns jetzt im fünften Jahr! – das erste Mal persönlich getroffen. Das war toll, das war großartig. Gelacht wurde auch viel – perfekt! Und die vielen Gespräche belegten, dass die Aussteller auch begeistert waren, insbesondere von der Internationalität der Messe. Laut Veranstalter kamen insgesamt rund 62.000 Fachbesucher aus 140 Ländern. Was die alles zu sehen bekamen, versuchen wir in diesem Magazin auf über 30 Seiten einigermaßen wiederzugeben. Daneben gibt es wie üblich auch eine bunte Beitrags-Mischung aus allen Bereichen der Branche. Ich wünsche Ihnen spannendes Lesevergnügen mit der November-Ausgabe unseres Fachmagazin Arbeitsschutz – aber sicher! Bleiben Sie gesund, Ihr Liebe Leserinnen und Leser, zunächst muss ich mich entschuldigen, entschuldigen bei all´ den Unternehmen und Herstellern, die wir seitens des SZwei Verlags nicht auf der A+A 2023 besucht haben. Manchmal waren nur die Ansprechpartner bei unserem Besuch am Stand nicht mehr da, an manchen Stand haben wir es aber auch einfach nicht geschafft. Für uns seitens des Verlages könnte, um eben allen gerecht zu werden, die A+A einige Tage länger dauern. Was bei allen Gesprächen rüber kam: Alle, wirklich alle waren echt begeistert, wieder auf der A+A zu sein. Denn die Messe stellte sich als das dar, was sie eben ist: Die Weltleitmesse für ArbeitsEs war großartig, mit vielen Partnern wieder an einem Tisch zu sitzen, sich auszutauschen, sich zu informieren. // Foto: Camillo F. Kluge Camillo F. Kluge WIEDER GEMEINSAM AN EINEM TISCH GESESSEN

4 // INHALT // 3 Editorial // 6 Titelstory: Besondere Schuhe von einer besonderen Art Menschen bietet Sievi // 10 Kurz notiert Das war die A+A 2023 // 14 Impulse für eine bessere Arbeitswelt // 15 Die A+A hatte ein bisschen was von Weihnachten // 16 - 45 Die Redaktion berichtet von ihren Besuchen bei den Ausstellern Persönliche Schutzausrüstung // 48 Bei Diadora bewahren Neuheiten ihren sportlichen Stil // 49 Normgerechten Schweißerschutz gibt es bei DBL zu mieten // 50 Einzigartiger Materialmix von Woolpower schützt vor Hitze und Kälte // 51 Daiber hat seinen Unternehmensauftritt neu aufgestellt // 52 Norman Checker Betriebs- und Baustellensicherheit // 53 Der Baustellen Coach: Vier Tote in Hamburg auf der Baustelle INHALT AUSGABE 7 // 2023 NOVEMBER Fotos: Ralf Moeller, Sievi, SpanSet, Vertical Pro // 66 // 6 // 54 AS Arbeitsschutz hat seine Logistik am Unternehmenssitz ausgebaut und modernisiert // 56 Ein Allrounder mit hohen Leistungswerten von Yanmar Werkzeug- und Maschinensicherheit // 60 Werkzeug-Hersteller Stanley ist 180 Jahre alt // 61 Auf exklusive Entdeckungsreise mit Flex-Elektrowerkzeuge // 62 Veranstaltungskalender NEU IM MARKT Seite // 58 - 59 // 73 // 70

// 5 Folgen Sie uns auf: Fachhandel und Dienstleistungen // 64 Dornier hat dank Würth Industrie Service benötigte Produkte immer griffbereit Höhen- und Absturzsicherung // 66 Authentisches Ambiente in Alpennähe – Vertical Pro Projektleiterin Sharon Kommer im Interview // 68 Die Wahl der passenden Rutschhemmung erläutert Hymer // 70 Span Set hat leichtes Spiel mit schweren Lasten // 73 Ralf Moeller ist nicht ganz ungefährlich // 73 Firmenverzeichnis // 74 Vorschau / Impressum puma-safety.com NEW DIE PERFEKTE BALANCE ZWISCHEN ROBUSTHEIT, DESIGN, KOMFORT & KOMPROMISSLOSER SICHERHEIT. • zuverlässiger Schutz, um den härtesten Arbeitsbedingungen zu trotzen • Outdoor-Sohle mit rutschfestem Oktopus-Profil, Ladder Grip und dämpfender Zwischensohle • modernste Technologie und innovativen Materialien HEAVY DUTY. WHERE ROUGH MEETS TOUGH.

6 // Finnland, das Land der weit über 100.000 Seen ist die Heimat von Sievi. // Foto: Sievi

// 7 BESONDERE SCHUHE VON EINER BESONDEREN ART MENSCHEN Das finnische Unternehmen Sievi zählt zu den führenden Herstellern von Sicherheits- und Berufsschuhen in Nordeuropa. Gisbert Thelemann, Managing Director von Sievi in Deutschland, weiß nicht nur alles über die aktuellen Schuhe und Stiefel, sondern kennt auch die leicht skurrile Geschichte der Unternehmensgründung, räumt mit einigen Vorurteilen zu Finnland auf und erklärt, was es mit dem finnischen „Längenmaß“ Poronkusema auf sich hat. Bereits seit 1991 ist Sievi auch auf dem deutschen Markt unterwegs, und seit mittlerweile acht Jahren bildet Gisbert Thelemann die Speerspitze von Sievi für den deutschsprachigen Raum, also neben Deutschland auch noch Österreich und die Schweiz. Von Anfang an begeisterte ihn, dass die Eigentümer selbst mitarbeiten. „Das habe ich von Anfang an zu lieben und schätzen gelernt, weil die Entscheidungswege relativ kurz sind“, sagt Gisbert Thelemann. Zudem war er regelrecht überwältigt von dem ersten Eindruck, den die Inhaberfamilie bei ihm hinterließ. „Ich habe in der Vergangenheit noch nie Menschen kennengelernt, die so stolz waren auf das, was sie bisher geschaffen haben, auf die Marke, auf das, was sie produzieren, wie sie sich nach außen darstellen. Das hat mich schon sehr beeindruckt.“ Skurrile Entstehungsgeschichte Beeindruckend ist auch die definitiv skurrile Entstehungsgeschichte des finnischen Familienunternehmens. Lauri Jokinen war ein einfacher Geschäftsmann und arbeitete 1951 als Taxifahrer. Mit Schuhen hatte er zunächst nichts zu schaffen, aber geschäftstüchtig war er. So hatte er sich überlegt, wenn er als Taxifahrer seine Kunden schon im Auto hat, sie irgendwo hin fährt, ist das ja zunächst verlorene Zeit. In dieser Zeit ließe sich ja theoretisch auch etwas verkaufen, schließlich kann der Kunde ja nicht weg. Und so verkaufte Jokinen zunächst Radios und Fernseher im Taxi. Irgendwann hatte er einen Kunden, der sagte: „Das ist alles schön und gut, was du hier machst. Aber ich brauche weder ein Radio noch einen Fernseher. Ich bräuchte Arbeitsschuhe.“ Dann hat sich Jokinen gedacht, dann mache ich das doch einfach. Er stellte vier Schuhmachermeister ein und fing an, Schuhe zu produzieren. Im Jahre 1964 verlangte der Markt nicht mehr nur Arbeitsschuhe, sondern Arbeitsschuhe mit einer Zehenschutzkappe, also einen klassischen Sicherheitsschuh. Seitdem produziert Sievi Sicherheitsschuhe und das Ganze ist gewachsen. Dass auch heute noch in Finnland die Uhren etwas anders ticken, manches etwas anders läuft als wir es in Mitteleuropa kennen, kann Gisbert Thelemann bestätigen. Das hängt sicher auch mit der extremen Lage des Landes zusammen und den damit verbundenen Bedingungen. Die Hälfte des Jahres herrscht dort Dunkelheit und die andere Hälfte ist quasi helles Tageslicht. Klar gibt es auch in Finnland Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Allerdings spielen sich Frühling und Herbst – salopp formuliert – jeweils in ein paar Stunden ab. „Wenn man das mal selber erlebt hat, wie es ist, dass man wie so ein Duracell-Hase herumläuft, weil es 24 Stunden taghell ist und der Körper signalisiert: Du brauchst nicht zu schlafen, es ist ja noch hell, oder im Winter, wenn es eben 24 Stunden am Tag dunkel ist und der Körper sagt: Nee, jetzt ist noch nicht Zeit aufzustehen. Da läuft man neben sich her und wird gar nicht so richtig fit“, schildert Gisbert Thelemann seine Erfahrung. Und diese Belastung bedeutet eine enorme Herausforderung für Menschen, die in dem Land leben. Land der weit über 100.000 Seen Doch passen sich die Finnen diesen Umständen gut an. „Wenn die Sonne scheint, dann sind die Finnen 24 Stunden lang draußen. Dann nutzen Sie das Tageslicht und es findet unheimlich viel draußen statt“, weiß er. Zumal die Sommer auch alles andere als kalt sind. Sommertage mit Temperaturen über 30 Grad sind absolut keine Seltenheit in Finnland. Da Finnland zudem nicht nur das Land der 1000, sondern der weit über 100.000 Seen ist, gibt es dafür im Sommer ein anderes Problem: Mücken. „Es ist definitiv empfehlenswert, TITELSTORY

8 // TITELSTORY Seitliche Öffnungen in der Fersenkonstruktion des „Lazer Roller High“ machen nicht nur das Stoßdämpfungselement sichtbar, sondern verleihen ihm zusätzliche Bewegungsfreiheit, was die Stiefelette noch elastischer macht. im Sommer Mückenspray dabei zu haben“, sagt Gisbert Thelemann, allerdings: „Das Mückenspray, was wir hier kaufen können, wirkt in Finnland nicht. Man sollte eines vor Ort kaufen. Da lebt eine andere Gattung Mücken, die sich da auf Blutsuche begibt“, hat er noch einen Tipp parat. Hier in Mitteleuropa bekommt man ja häufig diese Rankings präsentiert, dass in Finnland die glücklichsten Menschen leben. „Aber wenn man die Menschen sieht, sehen die gar nicht so glücklich aus“, scherzt Gisbert Thelemann, „also das Glück geht mehr so nach innen.“ Das hat offensichtlich damit zu tun, dass die finnische Bevölkerung relativ weit auseinandergezogen lebt. Über 50 Prozent der Finnen wohnen im südlichen Teil des Landes rund um Helsinki. Doch je weiter man nach Norden kommt, desto spärlicher ist das Land besiedelt. „Das macht diese Menschen auch zu einer besonderen Art Menschen“, so Gisbert Thelemann, „die eben die Natur und ihre Bewegungsfreiheit lieben. Mir kommen die Finnen extrem entspannt vor.“ Wenn er allerdings mit seinen finnischen Kollegen durch Mitteleuropa reist, spürt er entsprechend, wie die Dichte, der Lärm, die Hektik seine Begleiter dann stresst. Die Ruhe, die in Finnland herrscht, ist wohl körperlich spürbar. „Wenn ich da im Hotel bin und öffne das Fenster, höre ich nichts; kein Auto, keinen Zug, kein Flugzeug. Es ist einfach ruhig. Und das strahlen die Menschen aus, eine innerliche Ruhe.“ Das fühle sich im ersten Moment manchmal merkwürdig an, wenn man voller Enthusiasmus und Tatendrang anreise, der Gegenüber hingegen einfach entspannt da sitze. „Sie strahlen einfach Ruhe aus.“ Das sei ansteckend, man kommt dann selber ein bisschen runter und es lässt sich besser nachvollziehen, was Finnen glücklich macht. Nahezu beängstigende Stille Die Landschaft, diese Stille, die da herrscht, das kann ja für den Lärm gewohnten Mitteleuropäer auch beängstigend sein. Der kennt es einfach nicht, dass er nichts hört. Wenn man aus so einem industriellen Land wie Deutschland kommt, dann ist das schon eine Umgewöhnung. Aber im Laufe der Zeit hat Gisbert Thelemann gelernt dies alles zu schätzen. Wenn er so zwischen vier und fünf Mal im Jahr in Finnland unterwegs ist, freut er sich jedes Mal, weil ihn diese Reisen „total aus dem Alltag rausholen. Das ist so wie eine Kur, man muss nicht viel reden, kann die Natur genießen, sich mehr auf sich besinnen.“ Zur Natur und Landschaft gehören in Finnland besonders auch die Rentiere. Und von den Rentieren leitet sich auch das „Längenmaß“ Poronkusema ab, „ein Wort, das es nur im finnischen gibt und sich eigentlich nicht eins zu eins übersetzen lässt“, wie Gisbert Thelemann weiß. Poronkusema bedeutet die Wegstrecke, die ein Rentier zurücklegen kann, ohne Wasser zu lassen. Das sind genau 7,5 Kilometer – ein Längenmaß, das es nur in Finnland gibt. „Vergleichbar mit der Elle, die wir früher als Maß genutzt haben“, so Gisbert Thelemann. Zurück zu Sievi. Das Familienunternehmen steht bei seinen Sicherheits- und Berufsschuhen für höchste Qualitätsansprüche hinsichtlich Arbeitssicherheit, Passform und auch Bequemlichkeit, für die Anwendung neuester Technologien sowie den Einsatz bester Materialien. Zudem wirbt das Familienunternehmen mit dem Slogan „Made in Finland“. Thelemann kann auch erläutern, wie diese entspannte, glückliche und Ruhe ausstrahlende Lebensart mit den hochwertigen Produkten des Herstellers zusammenspielt. Denn diese Lebensart beinhaltet ein Höchstmaß an Wertschätzung für vieles, aber ganz besonders für die Mitmenschen. So sind auch die Umgangsformen mit den Mitarbeitern ganz andere, als man es hierzulande häufig erlebt. Mitarbeiter sind das höchste Gut In den skandinavischen Ländern ist laut Gisbert Thelemann der Mitarbeiter das höchste Gut, das ein Unternehmer hat. Und somit bekommt der Mitarbeiter einfach die beste Ausstattung, die es gibt. Ob das Schuhe sind, ob das Bekleidung ist, ob das Handschuhe sind, ob das Augenschutz ist oder Helmschutz, bei der Ausstattung „wird nicht auf den Euro geguckt“, sagt er. Das Denken dahinter ist simpel: Wenn der Mitarbeiter top ausgestattet ist, dann kann er auch Topleistungen bringen.“ Entsprechend gibt es auch ein fortwährendes Streben, immer das Bestmögliche in ein Produkt zu integrieren, um eben das größte Wohlbefinden für den Nutzer zu erzielen. „Dieser Ehrgeiz, dieses Ansinnen hat mich damals auch sehr gereizt, für Sievi tätig zu werden“, gesteht GisDas Bild aus den 1950er-Jahren zeigt Lauri Jokinen (li.) mit seinen vier Schuhmachern

// 9 bert Thelemann, „weil das Tugenden sind, die bei uns leider ein bisschen verloren gegangen sind.“ Insofern produziert Sievi bislang auch weiter komplett in Finnland. Tatsächlich hat es intern immer wieder einmal Gedankenspiele gegeben, wie so mancher Wettbewerber zumindest die lohnintensiven Arbeiten ins kostengünstigere Ausland zu verlagern. Fernost hat da zwar nie eine Rolle gespielt, aber um Finnland herum gibt es auch Nationen wie Lettland, in denen die Lohnkosten niedriger sind. Aber das entspricht nicht der Philosophie des Unternehmens und man hat sich dagegen entschieden. Um aber dennoch wettbewerbsfähig für den europäischen Markt produzieren zu können, musste die Produktion extrem effektiv aufgestellt werden. Nur so lassen sich die Premiumprodukte von Sievi auch zu marktgerechten Preisen auf dem europäischen Markt anbieten. Ein Schuh – 60 Arbeitsschritte Für die Fertigstellung eines Schuhs können schon einmal bis zu 60 Arbeitsschritte nötig sein. Da wurde angesetzt, diese Abläufe effizienter zu gestalten. Dabei hilft heutzutage auch die Technologie weiter. Da gibt es nun Maschinen die EDV gesteuert per Laser den Zuschnitt übernehmen. Das ist ein Beispiel für viele kleine Schritte, die seitens Sievi nach und nach unternommen wurden, um eben die Produktionskosten zu senken. Und dadurch, das eben „von der Kuh bis zum Schuh“, wie Gisbert Thelemann sagt, alles vor Ort hergestellt wird, ist man seitens Sievi in der Lage, leergelaufene Artikel binnen zwei Wochen nach zu produzieren. „Wir können jederzeit in laufende Prozesse eingreifen. Und das geht nur, weil wir die Produktion vor Ort haben.“ Entsprechend hat Sievi eine hochmoderne Fertigung, die unlängst noch einmal ausgebaut wurde. Jetzt verfügt das Unternehmen über 2,8 ha Produktionsfläche und kann einen theoretischen Tagesspitzensatz in der Produktion von 6500 Paar Schuhen erreichen. Zudem hat das Unterneh- ... ist nach dem Ort benannt, in dem das Unternehmen beheimatet ist. Die überwiegend ländlich geprägte Gemeinde Sievi liegt im Nordwesten Finnlands und zählt gut 4700 Einwohner. SIEVI men seine Lagerkapazitäten erhöht und hat jetzt 260.000 Paar Schuhe regelmäßig bevorratet. „Über dieses Lager beliefern wir dann ganz Europa“, sagt Gisbert Thelemann. TITELSTORY Mit einer modernen Lasermaschine wird das Leder für die Schuhproduktion passgenau ausgeschnitten. // Fotos (5): Sievi Links: Schuhproduktion bedeutet auch heute noch viel Handarbeit. Unten: Der Unternehmenssitz von Sievi.

10 // KURZ NOTIERT KURZ NOTIERT Neue Marktsegmente erschließen // Foto: Fer Robotics Bosch Power Tools plant, sich mit knapp 50 Prozent an der Fer Robotics Compliant Robot Technology mit Hauptsitz in Linz, Österreich, und Vertriebsstandorten in den USA und China zu beteiligen. Das Unternehmen ist einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich der kontaktsensitiven Automatisierung. „Mit der geplanten Beteiligung erschließen wir uns neue Marktsegmente im Zubehörgeschäft und treiben unser Wachstum systematisch voran“, sagt Thomas Donato, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Power Tools. „Ausgangspunkt aller Überlegungen sind dabei immer die Anwender unserer Produkte – so auch bei Fer Robotics: In Kombination mit unserem einzigartigen Portfolio an Schleifmitteln für den industriellen Einsatz entfalten die mit taktiler Empfindsamkeit ausgestatteten Roboter ihr volles Potential und erzeugen dadurch maximalen Mehrwert.“ // Foto: Ötscher Mit dem 56-jährigen Thomas Schulte (Foto) hat Seilhersteller Béal seinen Vertrieb verstärkt. Schulte wird für den Bereich Nord- und Mitteldeutschland verantwortlich zeichnen, Deutschland-Chef Buffi Gollhardt steht als Sales-Manager weiter für den gesamten D/A/CH-Bereich in der Verantwortung. Verstärkung im Vertrieb Prestigeträchtige Zertifizierung Der Hersteller von Berufs- und Arbeitskleidung aus Amstetten, Niederösterreich, Ötscher-Berufskleidung Götzl, hat jetzt die prestigeträchtige Oeko-Tex Step Zertifizierung auf dem höchsten Level 3 erhalten. Diese Auszeichnung bestätigt das Engagement des Unternehmens für umweltfreundliche und sozial verantwortliche Produktion in höchstem Maße. Sie bescheinigt eine vorbildliche Implementierung im Sinne von Best-Practice-Beispielen in den Bereichen Chemikalienmanagement, Umweltleistung, Umweltmanagement, Soziale Verantwortung, Qualitätsmanagement, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Ötscher ist damit eigenen Angaben zufolge das erste österreichische Unternehmen seiner Branche, das mit diesem Zertifikat ausgezeichnet wurde. Präsenz bei Bayern Basketball Das bayerische Familienunternehmen Haix, Spezialist für hochwertige Funktionsschuhe und -bekleidung für Einsatzkräfte, aber auch für den Workwear- und Outdoor-Bereich, engagiert sich ab sofort als Workwear-Partner des fünfmaligen Deutschen Meisters und Euro-League-Clubs FC Bayern Basketball. Haix wird beim FC Bayern Basketball in vielerlei Hinsicht präsent sein, unter anderem mit einem Spot auf der LED-Bande in der Basketball-Bundesliga, im BBL-Pokal und in der Euro-League. Darüber hinaus sind Vor-Ort-Aktionen und digitale Einbindungen geplant. Michael Haimerl (l.), Gesellschafter und Ge- // Foto: FC Bayern Basketball schäftsführer von Haix, und Marko Pešic, Geschäftsführer des FC Bayern Basketball, haben eine Partnerschaft zunächst bis 2026 vereinbart. Das Unternehmen Smart PSA wurde im August 2021 mit dem Ziel gegründet, Einsatzkleidung mit moderner Technologie intelligenter zu machen. Jetzt hat Hendrik Schabsky 50 Prozent an dem Unternehmen erworben. Als CEO der Atlas Schuhfabrik, einem der größten Hersteller für Sicherheitsschuhe in Einzigartige Lösungen mit Zukunft Europa, bringt er umfassendes Expertenwissen in der Textilindustrie mit. Die intelligenten und innovativen Systeme in persönlicher Schutzausrüstung von Smart PSA haben ihn überzeugt: Das Start-Up entwickelt einzigartige Lösungen mit Zukunft und ist somit höchst unterstützenswert. // Foto: Camillo F. Kluge

// 11 Expertise im Bereich Sicherheitsschuhe Mit Sven Schedlbauer (Foto) präsentiert Schütze-Schuhe einen neuen Sales Manager Germany & North/West Europe. Schedlbauer ist eine erfahrene Größe in der Branche und verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Expertise im Bereich Sicherheitsschuhe. Seine Erfahrung und sein Fachwissen sollen dazu beitragen, noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden bei hochwertigen Sicherheitsschuhen einzugehen. WENN´S HEISS HERGEHT, BLEIBST DU COOL. HB-ComFlex® Schweißerschutz für Situationen, in denen man sich auf seine PSA zu 100 % Prozent verlassen können muss. www.hb-online.com HB Protective Wear GmbH & Co. KG Phone + 49 2639 83 09-0 Digitale Transformation vorantreiben Die Hilti Gruppe steigerte in den ersten acht Monaten 2023 den Umsatz in Lokalwährungen um 11,3 Prozent. In Schweizer Franken betrug das Wachstum 5 Prozent (CHF 4312 Mio.). Das Betriebsergebnis lag mit CHF 466 Mio. um 18,9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Zudem kann die Hilti Gruppe die niederländische 4PS Gruppe wie geplant übernehmen. Die Wettbewerbsbehörden haben die Akquisition genehmigt. 4PS ist auf Software für das Management von Geschäftsprozessen in der Baubranche spezialisiert. Mit dieser Akquisition erweitert Hilti das bestehende Softwareangebot über // Foto: Hilti die Betriebsmittelverwaltung und das Baustellenmanagement hinaus. Hilti und 4PS wollen zusammen die digitale Transformation der Bauindustrie stärker vorantreiben. Alles unter einem Dach Ab Jahresbeginn 2024 wird der Markenauftritt der Porr-Tochtergesellschaften unter einem Dach zusammengefasst. So agieren Oevermann Hochbau, Oevermann Verkehrswegebau, Radmer Kies sowie Stump-Franki Planung und Stump-Franki Spezialtiefbau // Foto: Porr künftig unter der Marke Porr. „Mit der Neuausrichtung der Marke schärfen wir unser Profil und legen die Basis für den weiteren gezielten Ausbau unserer Marktposition“, erläutert Karl-Heinz Strauss, CEO der Porr. // Foto: Schütze-Schuhe

12 // KURZ NOTIERT Die Bespo-Gruppe im German Fashion Modeverband repräsentiert rund 75 Anbieter von Arbeits-, Berufs- und Schutzkleidung. Die Mitgliederversammlung der Gruppe bestätigte Thomas Heinen (Foto/Drei-Punkt Berufskleidung) als Vorsitzenden. In den Vorstand neu gewählt wurde Jens Möller (Greiff Mode), im Amt bestätigt wurden Harald Goost (Bierbaum-Proenen), Peter Hoffmann (FHB), Annette Watzke (Watex) und Christof Willax (Willax). „Die deutschen Hersteller von PSA und Berufsbekleidung zeigen eine starke Performance im ersten Halbjahr 2023. Mit 19,4 Prozent Umsatzsteigerung liegt die Branche über den Umsätzen des Vorjahreszeitraums“, erklärt Thomas Heinen. Dank der sehr hohen Qualität der Produkte und stabilen Kundenbeziehungen schaue die Gruppe optimistisch in die Zukunft. Heinen im Amt bestätigt // Foto: denboma/Adobe Stock Nicht selten kommt es beim Begehen von Dachflächen zu Arbeitsunfällen wie Abstürzen oder Durchstürzen. Wie das Arbeiten speziell auf Flachdächern sicherer gestaltet werden kann, ist Thema des neuen OnlineAngebots „Sicheres Begehen von Dächern“. Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) stellt darin verschiedene E-LearningModule zur Verfügung. Neben einem webbasierten Training enthält es eine virtuelle E-Learning zum sicheren Begehen von Flachdächern Dachbegehung und verschiedene Videos. Beschäftigte können außerdem ihren Kenntnisstand anhand eines kurzen Selbsttests checken. Das neue Online-Angebot ist für Betriebe eine unkomplizierte Möglichkeit, um kurzweilige und vor allem nachhaltig wirksame Schulungen anzubieten. Zu finden ist das neue E-Learning-Angebot „Sicheres Begehen von Dächern“ im Lernportal der BGHM. Anzahl tödlicher Unfälle rückläufig Weniger Arbeitsunfälle, aber mehr Wegeunfälle: Diese Bilanz zieht die BG Verkehr für das Jahr 2022. Insgesamt meldeten die Mitgliedsunternehmen der BG Verkehr 66.416 meldepflichtige Unfälle bei betrieblichen Tätigkeiten. Das entspricht einem Rückgang von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. ErKURZ NOTIERT Mindestlohn für Dachdecker steigt Die tariflichen Mindestlöhne im Dachdeckerhandwerk steigen ab 2024 an. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Inflation waren sich die Tarifparteien einig, auch den im Dachdeckerhandwerk geltenden Mindestlohn anzupassen. Die Mindestlöhne betragen für ungelernte Arbeitnehmer ab dem 1. Januar 2024 13,90 Euro, ab dem 1. Januar 2025 14,35 Euro. Für gelernte Arbeitnehmer wie Gesellen beträgt der Mindestlohn ab dem 1. Januar 2024 15,60 Euro, ab dem 1. Januar 2025 16,00 Euro. ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk (Foto) zeigt sich insgesamt mit den Verhandlungen zufrieden. „Auch wenn wir zum Teil kontrovers diskutiert haben, waren wir uns doch einig, für unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Grundlage für ein auskömmliches Einkommen zu schaffen.“ Silbermedaille und neuer Vertriebler Für seine Nachhaltigkeitsbestrebungen in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung wurde ISM das zweite Jahr in Folge mit der Eco Vadis Silbermedaille ausgezeichnet und zählt damit zu den besten fünf Prozent der von Eco Vadis bewerteten Unternehmen der Branche. Mit Sascha Reeck (Foto) hat das Familienunternehmen zudem einen neuen Vertriebsmitarbeiter im Außendienst, der die Kundengruppe Technischer Handel in Nordwest-Deutschland mit den Regionen Bremen, Teilen Niedersachsens und NordrheinWestfalens betreut. // Foto: ISM freulich ist, dass die Zahl der tödlichen Unfälle von 102 im Jahr 2021 auf 80 zurückging. Auch die Zahl neuer Unfallrenten sank um 10,5 Prozent auf 1206. Zugenommen hat die Zahl der Anzeigen auf den Verdacht einer Berufskrankheit, insgesamt gingen da 2435 Anzeigen ein (+ 4,6%). : // Foto: Thomas Heinen // Foto: Gulio Coscia

// 13 DANKE FÜR GUTE GESPRÄCHE UND TOLLE BEGEGNUNGEN AUF DER A+A IN DÜSSELDORF. SIE HABEN DIE MESSE ZU EINEM UNVERGESSLICHEN ERLEBNIS FÜR UNS GEMACHT. ELTEN.COM

14 // Unter dem Leitmotiv „Impulse für eine bessere Arbeitswelt" knüpfte die weltweit führende Messe für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit A+A 2023 an den Erfolg ihrer Vorveranstaltungen an. Insgesamt 2.200 ausstellende Unternehmen aus 58 Nationen präsentierten in 12 Hallen auf mehr als 80.000 Quadratmetern ihre Produkte und Innovationen. Rund 62.000 Fachbesucher aus 140 Ländern erhielten Informationen zu den relevanten Themen rund um die Arbeitswelt. Diesmal wurden zwei der Megatrends in den Mittelpunkt gerückt: Digitalisierung und Nachhaltigkeit. „Die diesjährige A+A hat sich den aktuellen Fragen und Herausforderungen angenommen, Denkanstöße gegeben, Lösungsansätze aufgezeigt und den persönlichen Austausch gefördert. Wir freuen uns über das positive Feedback und danken allen für das entgegengebrachte Vertrauen“, fasst Lars Wismer, Director der A+A zusammen. Spannende Foren und Events wie die Corporate Fashion Show, die viermal täglich in Halle 15 stattfand, ergänzten das vielfältige Messeprogramm. Auf dem A+A Catwalk präsentierten sich namhafte Hersteller der PSA Branche mit den modischen Trends, die für eine jüngere Generation von Mitarbeitenden kreiert worden sind und neben Funktionalität und Nachhaltigkeit auch dem Wunsch nach einem persönlichen und ästhetischen Stil Rechnung tragen. Die Start-up Zone bot jungen und innovativen Unternehmen nicht nur eine Ausstellungsfläche, sondern auch eine außergewöhnliche Networking-Plattform, um mit den TopEntscheidern für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit in Kontakt zu treten. Die nächste A+A findet vom 04. bis 07.11.2025 statt. DAS WAR DIE

// 15 // Foto: C. Tillmann/Messe Düsseldorf Ein bisschen was von Weihnachten hatte die A+A auch in diesem Jahr wieder. Die Phase der Vorfreude war deutlich länger als das eigentliche Fest. Und es gab auch des Öfteren staunende Minen zu sehen – und das nicht nur bei spektakulären neuen Produkten. Es gab auch andere Sehenswürdigkeiten zu bestaunen wie die Models auf dem Catwalk, wo sie die neueste, optisch sehr ansprechende Workwear oder auch Schutzkleidung präsentierten. An einem Stand gab es etwas für Liebhaber alter Sportwagen, denn da wurde mit dem Jensen Interceptor ein britischer Sportwagen präsentiert, von dem nur 7.200 Stück in drei Baureihen gebaut wurden. Bei einem anderen Hersteller wurden ganz aktuelle Rennwagen präsentiert: einmal ein Flitzer aus dem Haas Formel 1 Team und auch ein in der Tourenwagenwertung startender Audi RS3. Wer die Augen offenhielt, konnte auch die eine oder andere prominente Persönlichkeit treffen, abseits all´ der Influencer und You-Tube-Größen. So war der aus Recklinghausen stammende Hollywood-Star Ralf Moeller Gast auf der A+A, der ehemalige Fußballer und heutige TV-Experte Erik Meijer hielt Vorträge und gab Autogramme, genauso wie Kevin Großkreutz. Und auch Joey Kelly, der sich im Laufe seines Lebens unzähligen körperlichen und vor allem auch mentalen Herausforderungen erfolgreich gestellt hat, gab in einem Vortrag spannende Einblicke. Trocken und amüsant reflektierte Kelly auf der Expert Stage bei Schuhhersteller Atlas über sein Leben, beginnend mit den Kinderjahren, wo er mit seiner Familie als Kelly Family viele karge Jahre erlebte, bevor dann irgendwann der Durchbruch kam. „Glück ist kein Zufall“, lautete denn auch eine seiner knappen Weisheiten, verbunden mit der Aufforderung, den Weg raus aus der Komfortzone zu nehmen. Denn sonst gibt es keine neuen Ziele. „Das ganze Leben ist ein Marathon“ passt ebenso nicht nur zu seiner persönlichen Geschichte, sondern ist ebenfalls ein Bild, das jeden trifft. Schließlich hatte er noch eine weniger plakative Weisheit parat: „Menschen die geben, gewinnen“ – ein Satz, den man auf viele Bereiche übertragen kann. Zurück zur Messe: Es gab wahnsinnig viel zu sehen, zu hören und zu erleben. Alles war gar nicht zu schaffen. Auf den folgenden Seiten spiegeln wir seitens der Redaktion, was wir aufnehmen konnten. Alle Texte, so sie nicht anders gekennzeichnet sind, sind dabei eigene Beiträge. cfk 2023

16 // DER RÜCKBLICK Im Vordergrund des Messeauftritts bei Béal stand neben ein paar Neuheiten vor allen Dingen, „unser neues Gesicht zu zeigen“, so der für den D/A/CH-Raum verantwortliche Sales-Manager Buffi Gollhardt. Dazu zählt insbesondere das neue Logo. Mit dem Zuspruch war Gollhardt jedenfalls sehr zufrieden. „Wir haben richtig gute und viele hochwertige neue Kontakte geknüpft“, war er nahezu begeistert. So konnte nicht nur der Kundenbestand ausführlich informiert und beraten werden, sondern das Portfolio auch vielen potentiellen Neukunden präsentiert werden. Bei den Produkten stand besonders der neue Auffanggurt „Solace“ im Fokus, der zugleich den seilunterstützten Zugang als auch die Arbeitspositionierung ideal unterstützt. Das Besondere an dem neu präsentierten und NEUES GESICHT PRÄSENTIERT Vorgaben von Béal gefertigten Helms „Quantum“ ist seine Anpassungsfähigkeit, denn er passt auf jeden Kopf. Buffi Gollhardt (rechts) und der neue Vertriebler Thomas Schulte zeigten sich sehr zufrieden mit dem Messezuspruch. // Foto: Camillo F. Kluge (cfk) NACHHALTIG SCHARFER BLICK Vollsichtbrillen standen im Blickpunkt des weltweit führenden Brillenherstellers Bollé Safety. Das Eco Vadis Gold zertifizierte Unternehmen zeigte zudem sein breitgefächertes Angebot. Doch gibt sich das 135 Jahre alte Traditionsunternehmen mit der Eco Vadis Auszeichnung nicht zufrieden. „Wir streben die B-Corp-Zertifizierung an“, sagt Anne-Sophie Francois, Vice President of Brand von Bollé Safety. Die B-Corp-Zertifizierung ist laut Francois der wohl anspruchsvollste ESG-Standard, also Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen betreffend. Doch neben den Aspekten der Nachhaltigkeit präsentierte Bollé seine ganz besondere Kompetenz, und die liegt bei der besonderen Expertise, was Schutzbrillen mit Korrekturgläsern anbelangt. „Mit unseren Schutzbrillen lassen sich 98 Prozent der Sehschwächen abdecken“, so Francois. Anne-Sophie Francois, Vice President of Brand, präsentiert eine der neuen Vollsichtbrillen. // Foto: cfk VERSIEGELTE NÄHTE UND FERSENSCHUTZ Einiges an neuen Schuhe hatte der italienische Hersteller Cofra im Gepäck. Ein besonderes Highlight war der jetzt in den Markt kommende Leder-Schuh „Pirenei“. Der Schuh ist aus Nubuk-Leder gefertigt, verfügt über versiegelte Nähte und einen besonderen Fersenschutz. „Die Laufsohle besteht aus PU und Nitril“, weist Vincenzo Montaruli, Verkaufsleiter Deutschland bei Cofra, auf einen bequemen Aspekt hin. Ein echter Blickfang in Schwarz-Orange ist der „Gasket ESD“ mit seinem sportlichen Stil. Textiler Durchtrittschutz, Innensohle aus komfortablem PU-Schaum, BOA-Verschluss und Zehenschutz aus Aluminium sind nur einige Attribute des „Gasket ESD“, der auch in einer knöchelhohen Ausführung zu bekommen ist, dann aber „Spool ESD“ heißt. Zudem wurde mit dem „Re-Bottle ESD“ auch ein nachhaltiger Schuh präsentiert, dessen Schaft aus recyceltem Material besteht. Vincenzo Montaruli präsentiert die Neuheiten. // Foto: Stephan Berchtold (bs)

Eschacher Straße 3 | 87474 Buchenberg i. Allgäu Tel. 08378 / 350 77 80 | info@szwei-verlag.de www.szwei-verlag.de ...WEITER- LESEN? ABO – aber sicher! Jetzt ABO abschließen unter: www.szwei-verlag.de/abo

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