Ausgabe 2 // 2024 April (Vorschau) | Arbeitsschutz - aber sicher!

// 9 Beschäftigte einen sicheren und stabilen Stand. Hier setzt die Kunststoffmanschette an, die das Fußgelenk im Sicherheitsschuh ohne Einschränkung stabilisiert. Das Sprunggelenk wird dabei fixiert, indem sich die Kunststoffmanschette an die natürlichen Bewegungen der Gelenke anpasst. Komfort und Bewegungsfreiheit bleiben erhalten, da die Manschette zugleich flexibel und biegsam ist. Zu der Serie von Elten-Sicherheitsschuhen mit Umknickschutz zählt etwa das Modell „Renzo Biomex GTX ESD S3 CI“. Für zusätzlichen Schutz gehören eine Zehenschutzkappe aus Stahl und durchtritthemmende Zwischensohle bei dem nach EN ISO 20345 zertifizierten S3-Stiefel zur Standardausstattung. Die Gore-Tex Klimamembran macht ihn wasserfest, sein Obermaterial aus Rindleder und hydrophobiertem Nubukleder strapazierfähig. Ein PU-Spitzenschutz verhindert vorzeitigen Verschleiß. Damit wird das Modell zu einem robusten und zuverlässig schützenden Begleiter auf der Baustelle. Bei allem Fokus auf die Bedürfnisse der Träger: Passender Fußschutz für Mitarbeitende ist auch und gerade ein großer Vorteil für Arbeitgeber. Schließlich ist er ein wesentlicher Aspekt für die Zufriedenheit der Beschäftigten. Wenn sie sich in den Sicherheitsschuhen wohlfühlen und diese gerne sowie regelmäßig tragen, steigert dies auch die Arbeitssicherheit. Unternehmen, die für ihre Belegschaft in optimal geeignete Modelle investieren, leisten darüber hinaus einen Beitrag zur Gesunderhaltung ihrer Arbeitnehmer – und damit auch zur Bindung von Fachkräften. Gerade das ist mit Blick auf den demografischen Wandel und den steigenden Altersdurchschnitt ein wichtiges Thema. TITELSTORY FUSSSCHUTZ FÜR BESCHÄFTIGTE MIT FUSSPROBLEMEN Bei der Auswahl von Sicherheitsschuhen sind Standardlösungen selten die richtige Entscheidung. Erst recht nicht, wenn Beschäftigte mit Fuß- problemen zu kämpfen haben. Worauf muss man in diesem Fall achten und wer zahlt die Maßnahmen? Die wichtigsten Fragen und Antworten: Dürfen private Einlagen in Sicherheitsschuhen verwendet werden? Private Einlagen dürfen in Sicherheitsschuhen in keinem Fall verwendet werden. Für die Einlagenversorgung bei Sicherheitsschuhen muss eine EG-Baumusterprüfbescheinigung vorliegen. Das bedeutet: Die Einlage oder ein Einlagensystem muss auf die jeweiligen Sicherheitsschuhe abgestimmt und für die Verwendung zertifiziert sein. Wird ein Fremdprodukt eingesetzt, das beispielsweise im Vorderfußbereich dicker ist als die ursprüngliche Sohle, verringert sich dadurch der in der Sicherheitsschuhnorm EN 203445 definierte Raum unter der Zehenschutzkappe. Kommt es nun zu einer Beaufschlagung und Verformung der Kappe, kann es durch den reduzierten Puffer zu Quetschungen der Zehen kommen. Hinzu kommt, dass der rechtliche Schutz erlischt, wenn private Einlagen verwendet werden. Was hilft, wenn Einlagen nicht ausreichen? Während sich viele Beschwerden durch eine Einlagenversorgung beheben lassen, können auch weitreichende Anpassungen am Schuhwerk erforderlich sein: Erhöhungen von Sohle oder Absatz, Versteifungen oder Verbreiterungen des Schuhbodens oder auch spezielle Polsterungen. Sicherheitsschuhe unterliegen jedoch strengen, normierten Vorgaben, schließlich sollen sie die Anwender zuverlässig vor Gefahren schützen. Eigenmächtige Änderungen am geprüften und zertifizierten Schuh sind daher nicht zulässig, da ansonsten die so genannte Baumusterprüfung erlischt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit eines orthopädischen Maß-Sicherheitsschuhs. In diesem Fall können wegen der Fertigungs- und Genehmigungsdauer je nach Aufwand und Fall jedoch Wartezeiten von zwei bis sechs Monaten entstehen. Die meisten Hersteller bieten alternativ modulare Lösungen an. Das können zum einen anpassbare Einlagensysteme sein, die in Kombination mit bestimmten Modellen geprüft und zertifiziert sind, aber auch Produkte, bei denen typische orthopädische Zurichtungen in verschiedenen Abstufungen bei der Baumusterprüfung bereits berücksichtigt wurden. Für die individuelle Anpassung gibt der Hersteller dem Orthopädie-Schuhmacher die dabei zu verwenden Materialien und Klebstoffe vor und stellt eine Fertigungsanweisung bereit. Diese Herstelleranweisung ist „zwingend einzuhalten“, wie die DGUV Regel 112-191 (Benutzung von Fuß- und Knieschutz) vorschreibt. Wer kommt für die Kosten auf? Die Mehrkosten, die für eine orthopädische verordnete Einlagenversorgung oder die Zurichtung der Sicherheitsschuhe anfallen, kann sich der Arbeitgeber, der für die Versorgung seiner Mitarbeiter mit der erforderlichen PSA verantwortlich ist, erstatten lassen. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Kosten übernimmt etwa die DGUV. Voraussetzung ist allerdings, dass die Fehlstellung beziehungsweise die Beschwerden auf einen Arbeitsunfall zurückgehen oder ursächlich durch die berufliche Tätigkeit entstanden sind. Ist dies nicht der Fall, kann die Kostenübernahme durch die Deutsche Rentenversicherung (DRV) erfolgen. Voraussetzung ist hier, dass der Mitarbeiter mindestens 15 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat. Bei weniger Beitragsjahren, und wenn dem Mitarbeiter ohne orthopädische Versorgung der Arbeitsplatzverlust droht, kann die Bundesagentur für Arbeit (BA) die Kostenerstattung übernehmen. schen im Berufsleben einfacher und sicherer machen. Ein Klassiker auf diesem Feld ist der Umknickschutz namens „Biomex Protection“, den Elten im Jahr 2003 erstmals der Öffentlichkeit präsentierte. Ziel bei der Entwicklung war es damals, die besonders häufigen und gefährlichen SRS-Unfälle (Stolpern, Rutschen, Stürzen) zu verhindern, die teils sehr lange Ausfallzeiten nach sich ziehen. SRS-Unfälle stehen traditionell weit oben auf der Liste der Arbeitsunfälle. Im aktuellen Berichtsjahr 2022 lag die Zahl der meldepflichtigen SRS-Unfälle laut DGUV bei 165.420 Fällen. Das von Elten entwickelte System „Biomex Protection“ erwies sich schnell als äußerst erfolgreich im Arbeitsalltag. Heute gilt es als Maßstab bei der Vermeidung von Umknickunfällen am Arbeitsplatz. Um die Verletzungsgefahr durch Umknicken am Arbeitsplatz zu minimieren, benötigen

RkJQdWJsaXNoZXIy MTA5MDcwMw==