Ausgabe 2 // 2026 März (Vorschau) | Arbeitsschutz - aber sicher!

// 1 AUSGABE 2 2026 MÄRZ „Mach es richtig – oder lass es bleiben!“ ist das Motto beim KSK Sicheren Schrittes durch Frühjahr und Sommer Lyreco investiert in die Arbeitssicherheit TITELSTORY: „UNSERE PRODUKTE SCHAFFEN FÜR VIELE BRANCHEN MEHRWERTE”

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// 3 ED I TOR I AL erreichbar, man urteilt leicht, schnell und laut. Von allen Seiten kommen Informationen, die teilweise ungefiltert und ungeprüft für bare Münze genommen werden. Das passiert in unserem Fachmagazin Arbeitsschutz – aber sicher! garantiert nicht, darauf können Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, felsenfest verlassen, denn wir verwenden keinen Input aus unbekannten oder zweifelhaften Quellen. Zudem habe ich derzeit den Eindruck, dass bei vielen Leuten die Zündschnur immer kürzer wird, Toleranz und Akzeptanz anderer Meinungen oder anderer Wege auf der Strecke bleiben. Da wird manches Mal nur mit einem Ohr hingehört und direkt losgepoltert anstatt erst zu prüfen, ob die andere Ansicht, die andere Meinung, der andere Weg auch richtig oder zielführend sein können. Das sorgt für Hektik, für unnötige Spannungen und hohen Blutdruck. Wenn es mir zu hektisch wird, rufe ich tatsächlich ein Bild und damit Emotionen aus den 1970er Jahren ins Gedächtnis. Ein Bild aus meinem Kinderzimmer, bei dem ich dann entspannen kann und zur Ruhe komme, weil es eine enorm friedliche Stimmung in mir hervorruft. Ich habe vor einigen Monaten an dieser Stelle mal etwas über die Stoiker geschrieben, ganz so gelassen bin ich allerdings noch nicht. Aber ich denke, wenn man weiß, wie man für sich wieder Ruhe in den Kopf bekommt, den Blutdruck senkt, ist das auch eine passable Art, dem Irrsinn des Alltags zu entfliehen. Ein klarer Kopf ist schließlich gerade in Bau und Handwerk wichtig, um den Arbeitsalltag sicher und unfallfrei zu bestehen. Jetzt wünsche ich Ihnen ausreichend Muße, um sich einem entspannten Lesevergnügen mit der aktuellen Ausgabe von Arbeitsschutz - aber sicher! hinzugeben – garantiert ohne Fake-News und ohne Gepolter, dafür gespickt mit Fachbeiträgen und vielen Neuheiten im Markt. Bleiben Sie gesund, Ihr Liebe Leserinnen und Leser, neulich habe ich irgendwo in irgendeinem Social Media Post die Frage gelesen: Was würdest Du tun, wenn Du plötzlich im Jahr 1977 wieder aufwachst? Okay, viele Leser können sich vielleicht nicht zurückerinnern, weil sie da vielleicht noch nicht auf der Welt waren oder noch ganz klein, aber sie kennen auch die Geschichten von ihren Eltern oder Großeltern. Zeiten mit nur drei Fernsehprogrammen, die Tagesschau als Pflichttermin abends um 20 Uhr, keine Handys, keine Social Media – alles verlief ruhiger und entspannter. Und heute? Heute gibt es keine Ruhe m e h r . Man ist immer Wir verwenden keinen Input aus unbekannten oder zweifelhaften Quellen. // Foto: Camillo F. Kluge Camillo F. Kluge DIE RUHE AUS DEM JAHR 1977

4 // FRÜHJAHRSKOLLEKTIONEN INHALT AUSGABE 2 // 2026 MÄRZ // 3 Editorial // 6 Titelstory: Produkte von Elten schaffen für viele Branchen echte Mehrwerte // 10 Kurz notiert Top-Thema: „Sicheren Schrittes durch Frühjahr & Sommer“ // 16 Über 200 Jahre Erfahrung im Premium-Stiefel von Grubs // 18 Baak betont den Wert eines guten Fußklimas für die Gesundheit // 20 Präzisen Sitz unter allen Bedingungen ermöglicht BOA // 21 Nicht jedes Textil ist luftiger als Leder weiß man bei Lupriflex // 22 Sieben Faktoren für den Unterschied benennt Gore // 24 Auf ganztägigen Tragekomfort hat Ejendals sein neues Modell ausgelegt // 25 Frauen erwarten mehr als Schutz weiß Puma Safety // 26 Portugiesischer Hersteller Lavoro vereint klassische Werte und moderne Trends // 28 U-Power paart Schutz mit Sneaker-Feeling // 30 Spürbare Verbesserung des Tragekomforts bietet Haix // 32 Maspica legt Fokus auf Gewicht, Flexibilität und Dämpfung // 33 Mit Boots von Safety Jogger den Elementen zuverlässig trotzen // 34 Norman Checker // 49 Der Baustellen Coach Betriebs- und Baustellensicherheit // 50 Arbeitssicherheit ist die Basis für Spitzenleistungen sagt Autor Stefan Bartel // 52 CRB Analyse Service warnt: Gesteine können Baustoffe mit geogenem Asbest kontaminieren Höhen- und Absturzsicherung // 56 „Mach es richtig oder lass es bleiben!“ lautet die Devise beim Kölner Seil Kommando // 58 Sicherheit beginnt mit Klarheit erläutert ABS Safety // 59 Das 16. FISAT Technikseminar lädt zum Treffen der Spezialisten // 62 Veranstaltungskalender // Fotos: Elten, Camillo F. Kluge (3) // 68 // 64 // 6 NEU IM MARKT Seite // 60 - 61 // 56 Seite // 36 - 49 INHALT

// 5 Zugelassene Parkschlaufen für Verbindungsmittel Der neue FLEX PRO PLUS Double-Lock Schnallen an den Beinen und der Hüfte für mehr Komfort und einfacheres Handling Dorsaler, klappbarer D-Ring Integrierte Protektoren an der Hüfte und am Rücken Steigschutzöse (EN 361 / EN 353-1) Jetzt entdecken! Weitere Modelle der FLEX Serie FLEX LITE FLEX PRO Integrierter NFC-Chip, für einfache Dokumentation per Handy Folgen Sie uns auf: Fachhandel und Dienstleistungen // 64 Lyreco Partner Convention bot viele interessante Vernetzungen // 68 Branchenmagnet Dach+Holz bewährte sich als zentraler Treffpunkt // 71 Der Technische Großhändler Piel lädt zum Arbeitsschutzforum ein // 72 Arbeitsschutz braucht Führung erklärt das Institut Input // 73 Firmenverzeichnis // 74 Vorschau / Impressum

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// 7 Ist es – zumindest teilweise – auch eine Last oder Bürde, einem so erfolgreichen Familienunternehmen vorzustehen und die Verantwortung für so viele Menschen zu tragen? Hendrik van Elten: Ich würde eher von einer Herausforderung und einer Chance als von einer Last oder Bürde sprechen. Für mich war immer klar, dass ich das Familien- unternehmen in die nächste Generation führen möchte. Nicht aus Verpflichtung, sondern weil ich es als große Chance ansehe. Viele Menschen bei Elten begleiten B eim niederrheinischen Sicherheitsschuhhersteller Elten kommt mit Hendrik van Elten die fünfte Generation ans Ruder. Im Interview spricht er über seine Ziele, neue Märkte, den Wert der Mitarbeiter und seine Forderungen an die Politik. „UNSERE PRODUKTE SCHAFFEN FÜR VIELE BRANCHEN ECHTE MEHRWERTE“ mich schon mein Leben lang, daher freue ich mich, in unser Unternehmen einzusteigen, das in den letzten Jahren sehr erfolgreich war. Damit haben wir eine großartige Möglichkeit, Elten von einem nationalen zu einem europäischen Marktführer auszubauen. Mein Großvater hat den Großteil unserer Produkte an die Kohle- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen verkauft. Mein Vater hat das Geschäft dann auf diverse Industrien wie Automobil oder Logistik in Deutschland erweitert. Nun wollen wir noch weiter diversifizieren, auch über Europa hinaus. Mit seinen ausgereiften Fußschutzkonzepten und technologischen Innovationen – hier der Umknickschutz Biomex Protection – möchte sich der Hersteller künftig noch internationaler aufstellen. // Foto: Elten TITELSTORY

8 // TITELSTORY zent für Schuhe – seit vielen Jahrzehnten mit starkem Fokus auf Sicherheitsschuhen. Dies bildet für uns das Fundament für weiteres Wachstum. Denn wir sehen natürlich, dass sich der Markt verändert. Der Bedarf an Sicherheitsschuhen in Deutschland wird perspektivisch eher sinken, weil der Arbeitsmarkt insgesamt schrumpft und sich Branchenstrukturen verschieben. Darauf müssen wir reagieren, indem wir unser Know-how in andere Branchen transformieren und auf neue Zielgruppen ausrichten. Zusätzlich wollen wir, wie bereits erwähnt, unser Kerngeschäft stärker international ausrichten: Ich bin der Überzeugung, dass unsere Produkte für viele Branchen und Märkte echte Mehrwerte schaffen können. Für uns geht es nicht daSo leicht war noch kein Sicherheitsschuh des niederrheinischen Herstellers: Dieses Modell bringt deutlich weniger als 400 Gramm auf die Waage. // Fotos (2): Elten Ausgereifte Fußschutzkonzepte und technologische Innovationen – das sind die Stärken des niederrheinischen Sicherheitsschuhentwicklers und -herstellers Elten. Das mittelständische Familienunternehmen aus Uedem fertigt Fußschutz in über 116-jähriger Tradition, beschäftigt derzeit über 400 Mitarbeiter und erzielt eine Jahresproduktion von über 3 Millionen Paar Schuhen. Die Anwender und deren Bedürfnisse stehen stets im Mittelpunkt bei der Entwicklung neuer Modelle. Diese bieten nicht nur sicheren Schutz vor Verletzungen, sondern erfüllen auch die Anforderungen an Ergonomie, Tragekomfort, Gesunderhaltung der Füße und modernes Design. Das ist Elten Haben Sie sich eigene Ziele hinsichtlich der Unternehmensführung gesetzt? van Elten: Selbstverständlich möchte ich neue Akzente in der Unternehmenskultur setzen. Gerade in Bezug auf die Personalentwicklung sehe ich Veränderungspotenzial. Dieses resultiert für mich aber vor allem aus einem gesellschaftlichen Wandel, nicht aus Fehlern der Vergangenheit. Vielmehr habe ich die Möglichkeit, auf der herausragenden Basis meines Vaters und seines Teams aufzubauen. Wenn dieses Team, das wesentlich zur bisherigen Entwicklung beigetragen hat, auch in Zukunft unseren Weg unterstützt und sich darin wiederfindet, empfinde ich das als große Bestätigung. Wenn es uns gelingen soll, europäischer Marktführer zu werden, sehe ich es als meine Aufgabe, Strukturen konstant zu hinterfragen, um als Unternehmen agil zu bleiben und auf die diversen Anforderungen unserer Träger reagieren zu können. Gerade weil sich unser Unternehmenssitz in einem ruhigen Ort befindet, ist es entscheidend, dass wir immer wieder eigene Veränderungsakzente setzen. Werden Sie neue Wege bei den Produkten einschlagen, vielleicht den Workwear Bereich ausbauen? Möglich sind ja auch Unternehmenszukäufe... van Elten: Es heißt ja immer: „Schuster, bleib bei deinem Leisten.“ Und genau das werden wir tun. Seit 1910 sind wir Produrum, „irgendwo“ zu wachsen, sondern dort, wo unsere Expertise, unsere Marke und unser Service tatsächlich etwas bewirken. Unternehmenszukäufe sind in diesem Zusammenhang kein Selbstzweck. Wenn es einmal eine Gelegenheit geben sollte, die strategisch sinnvoll ist – sei es technologisch, marktseitig oder geografisch –, dann würden wir uns damit beschäftigen. Entscheidend ist am Ende die Frage: Wo können wir Trägern mit unseren Schuhen Mehrwerte bieten? Wo können wir unseren Kunden Prozesse erleichtern, Risiken reduzieren oder neue Lösungen anbieten? Wenn wir diese Fragen konsequent stellen und ehrlich beantworten, dann werden sich auch die richtigen Wege ergeben – innerhalb unseres Leistungsportfolios, aber mit einem Blick nach vorn, der offen bleibt für neue Chancen. Hat man als neue Generation Ideen, die man – vielleicht sogar endlich? – umsetzen kann oder will? van Elten: Meine Vision ist es, Elten vom deutschen Marktführer zum europäischen und international agierenden Marktführer weiterzuentwickeln. Um der demografischen Entwicklung in unserem Kernmarkt zu begegnen, muss Elten den Fokus stärker auf internationale Märkte legen. Die Arbeit meines Vaters und des gesamten Teams hat dafür eine herausragende Grundlage gelegt. Es gibt sicherlich neue Ideen im Marketing oder bei den Produkten, die wir verfolgen wollen. Aber besonders sehe ich die Chance, das Bestehende weiterzuentwickeln. Werden Sie das Engagement in Sachen Nachhaltigkeit intensivieren? Wenn ja: Wie? van Elten: Wir haben uns bereits vor einigen Jahren dazu entschieden, diesen Weg stärker

// 9 TITELSTORY zu forcieren, und das tun wir auch weiterhin. Für mich ist Nachhaltigkeit untrennbar mit Beständigkeit verbunden. Gerade aktuell sieht man meiner Meinung nach, wie Nachhaltigkeit oft missverstanden wird. Für viele Unternehmen war sie ein wichtiges Ziel, das in Zeiten des Kostendrucks aber wieder in den Hintergrund rückt. Bei Elten setzen wir auf viele Maßnahmen – von erneuerbaren Energien über energetische Sanierungen bis hin zu konkreten Projekten wie dem Recycling von Schuhen. Aktuell haben wir erfolgreiche Initiativen zur Reinigung von kurz getragenen Schuhen gestartet. Das ermöglicht uns, Müll und Kosten bei Kunden mit hoher Mitarbeiterfluktuation signifikant zu reduzieren. Genau das bedeutet nachhaltiges Handeln für mich: die Balance zwischen ethischen und ökologischen Anforderungen und gleichzeitig wirtschaftlicher Umsetzbarkeit. Dass wir hier auf einem guten Weg sind, zeigt auch die zweite Platinmedaille von Eco Vadis in Folge. Haben Sie neue zusätzliche Absatzmärkte oder Vertriebswege im Kopf? van Elten: Gerade der skandinavische Markt ist aktuell sehr interessant für uns, daher bauen wir dort unser Vertriebsteam weiter aus. Aber auch in Großbritannien sind wir aktiver als noch vor einigen Jahren. Ich stelle mir auch vor, noch weiter über die europäischen Grenzen hinaus zu wachsen. Wir arbeiten ja schon seit mehreren Jahren exklusiv mit einem Handelspartner in Australien zusammen. Interessant finde ich aktuell auch den asiatisch-pazifischen Raum. Da sind Märkte, die Wachstumspotenzial haben und mittlerweile auch ein Preisniveau, das passt. Und wer weiß, vielleicht wird in vier Jahren sogar der US-Markt wieder interessant. Dabei müssen wir natürlich stets die Trends der Branche im Blick behalten und unser Portfolio entsprechend anpassen. Allein durch die Internationalisierung kommen andere Designs, andere Branchen und andere Ansprüche auf uns zu. Schon in Großbritannien stellt sich der Kunde heute einen anderen Sicherheitsschuh vor als in Deutschland. Uedem ist nicht gerade der Nabel der Welt. Wie ist Ihre persönliche Beziehung zu Ihrer Heimat? Und sind Sie jemals auf den Gedanken gekommen, den Unternehmenssitz in eine große Stadt zu verlagern? van Elten: Ich bin in Uedem aufgewachsen und habe im Nachbarort 2016 mein Abitur gemacht. Genauso wie für mich feststand, dass ich zu Elten zurückkehre, war mir ebenfalls wichtig, andere Eindrücke zu gewinnen. Dazu bin ich nach dem Abi zum Studium nach Berlin gezogen und habe dort Bachelor und Master gemacht, sowie anschließend noch vier Jahre für das deutsche Start-up Flink gearbeitet. Ich sehe mich auch persönlich mehr in der Stadt als auf dem Land. Dennoch wohne ich aktuell wieder in Uedem und plane zwischen Düsseldorf und Uedem zu pendeln. Das heißt für mich aber keinesfalls, dass wir den Sitz verlagern. Wir sind in Uedem verwurzelt und dort werden wir auch bleiben. Wir haben seit Jahrzenten am Standort investiert. In Infrastruktur, aber vor allem auch in unsere Unternehmenskultur. Ich würde es für mehr als falsch halten aus persönlichen Lebensumständen diese Kultur zu zerstören. Bleibt die Produktion vor Ort? van Elten: Wir sind seit 1910 in Uedem verwurzelt und wollen das auch bleiben. Dort ist der Großteil unserer Produktion angesiedelt, unsere Verwaltung und unser Lager. Dennoch sind wir einigen Herausforderungen ausgesetzt. Das betrifft für mich zum einen die Produktionsbedingungen. Es ist heute schwer, genügend Leute finden, um die Produktion voll auslasten zu können. Wir haben immer neue Regulierungen von Seiten der EU, die indirekte Kosten verursachen und den administrativen Aufwand erhöhen. Und auch die Diskussion zur Besteuerung von Betriebsvermögen hilft dem Mittelstand in Deutschland nicht. Diese Faktoren führen auch dazu, dass Unternehmen Kosten senken müssen, sodass auch das Preisniveau in unserem Markt mehr unter Druck gerät. Hier ist ganz klar auch die Politik gefordert, den Standort Deutschland perspektivisch wieder attraktiver zu machen. Das fordern viele Familienunternehmen seit Jahren zu Recht. Trotzdem wäre es für uns der falsche Weg, aus diesen Gründen unsere Wurzeln infrage zu stellen. Dennoch wollen wir diesen Weg weiter gehen und arbeiten konstant an neuen Konzepten zur Prozessoptimierung. Denn eine automatisierte moderne Produktion wird immer relevant sein in Deutschland. Wie begegnen Sie dem Fachkräftemangel – gerade auf dem Land? Wie gewinnen Sie Nachwuchs bzw. neue Kräfte? van Elten: Uedem ist sicherlich kein geopolitisches Zentrum. Das merkt man an vielen Dingen, ob bei der Mitarbeiterfindung, dem kulturellen Angebot oder den kulinarischen Möglichkeiten. Dennoch haben wir eine Nähe zu vielen relevanten Städten wie Düsseldorf, Krefeld oder Duisburg aber auch einigen Städten in den Niederlanden. Natürlich wollen wir zum einen weiter auf dem aufbauen, was schon da ist. Elten ist nicht nur ein Familienunternehmen der Familie van Elten, sondern eines von vielen Mitarbeitern, die – teilweise seit mehreren Generationen – Teil des Unternehmens sind. Das ist eine Kultur, die wir beibehalten wollen. Es benötigt aber auch Veränderung in der Unternehmenskultur. Wir wollen intern mehr Möglichkeiten schaffen, um bei Elten zu wachsen. Ich bin der Überzeugung, junge Menschen suchen heute mehr denn je nach einer Aufgabe und einer Erfüllung in ihrer Tätigkeit. Das wollen wir ihnen anbieten. Dazu sind wir auf vielen Ausbildungs- und Jobbörsen vertreten und versuchen Menschen unsere Kultur und unsere Werte näher zu bringen. Digitalisierung, KI, Automatisierung – wie lassen sich diese Themen bei Elten noch stärker integrieren? van Elten: Ich bin der Überzeugung, dass durch Digitalisierung und KI einfache, repetitive Tätigkeiten immer mehr wegfallen werden. Damit meine ich gar nicht mal die Produktion, sondern vielmehr Aufgaben in der Verwaltung und im Vertrieb. Das erlaubt uns, das bestehende Personal stärker zu spezialisieren und damit zusätzliche Mehrwerte für die Kunden zu schaffen. So können wir bestehenden und neuen Mitarbeitern auch die Möglichkeit geben, sich weiterzuentwickeln und den Weg der Internationalisierung aktiv mitzugestalten. ... gehört zur fünften Generation der Familie van Elten. Seit Januar 2025 bringt er sich aktiv in die Weiterentwicklung des Unternehmens ein und arbeitet dabei eng mit seinem Vater Heiner van Elten zusammen. Voraussichtlich Mitte 2027 wird er in seine Fußstapfen treten und die Geschäftsführung übernehmen. Hendrik van Elten

10 // KURZ NOTIERT KURZ NOTIERT Schlüssel zum Erfolg // Foto: AST Als umweltbewusstes Unternehmen ist die AST Arbeitssicherheit der Klimawin BW-Initiative des Landes Baden-Württemberg beigetreten. Im Fuhrpark sind überwiegend E-Autos unterwegs, nutzungsabhängige Steuerungssysteme optimieren die Heizungs- und Raumlufttechnik des energieeffizienten Firmengebäudes, die Belegschaft genießt gemeinsame Veranstaltungen und mit Praktikumsplätzen wird der Nachwuchs gefördert. Für Geschäftsführerin Angelika Müller und ihr Team ist die Umsetzung der Klimawin BW-Leitsätze eine Herzensangelegenheit und letztendlich auch der Schlüssel zum Erfolg. // Foto: Blömen VuS Konsequenter Schritt Dem Kreis der VTH-Qualitätspartner ist Workwear-Spezialist Kübler beigetreten. Der Verband Technischer Handel (VTH) hat sich als führende Branchenorganisation für den Technischen Handel in Deutschland zum Ziel gesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit seiner Mitgliedsunternehmen nachhaltig zu stärken und den Technischen Handel als Bindeglied zwischen Industrie, Herstellern und Anwendern weiterzuentwickeln. Kübler kooperiert seit vielen Jahren eng mit dem Fachhandel. „Der Fachhandel ist unser wichtigster Multiplikator“, erklärt Christian Tekiela, Director Sales Retail bei Kübler. So sei die Mitgliedschaft im Netzwerk der VTH-Qualitätspartner für Kübler ein konsequenter Schritt, um die strategische Zusammenarbeit auszubauen und auf eine breitere Basis zu stellen. Der Premium-Lieferant für Arbeits- und Teambekleidung mit eigener In-House Stickerei, Textildruckerei und Näherei, das Familienunternehmen Antholzer Sitz in Vilsbiburg, hat eine neue Geschäftsführung. Nach vielen Jahren der intensiven Vorbereitung und gemeinsamen Unternehmensführung haben Gabriele und Stefan Antholzer die operative Geschäftsleitung an ihren Sohn Felix Antholzer (l.) übergeben. Felix Antholzer kennt das Familienunternehmen bereits seit seiner Gründung 2009 und ist von der ersten Ausbildung an aktiv im Unternehmen tätig. Verlassen hat er es zwischenzeitlich nur für seine Fachinformatiker-Ausbildung. Geschäftsleitung übertragen // Foto: Antholzer Detaillierter Ratgeber // Foto: Munk Günzburger Steigtechnik Mit dem TOP 100-Siegel 2026 wurde jetzt Blömen VuS aus Gescher ausgezeichnet. Der Wettbewerb bietet innovationsstarken Firmen eine Bühne. Dabei wird im wissenschaftlichen Auswahlverfahren Innovationsmanagement und -erfolg der teilnehmenden Unternehmen betrachtet. Im Detail untersuchen der Innovationsforscher Professor Nikolaus Franke und sein Team Kategorien wie innovationsförderndes Top-Management, Innovationsklima, -prozesse und -erfolg. Die fünf Bewertungskategorien spiegeln Über 100 Prüfkriterien sich in mehr als 100 Prüfkriterien wider. Die Unternehmen, die dabei herausragend aufgestellt sind, bekommen dies mit dem TOP 100-Siegel bestätigt. Auf 460 Seiten informiert der neue Steigtechnik-Ratgeber 2026 der Munk Günzburger Steigtechnik umfassend und detailliert über die Innovationen und Klassiker im Seriensortiment mit über 2500 Produkten. Zu den Neuheiten zählt eine neue fahrbare Montageplattform, die das Arbeiten in niedrigen Höhen so angenehm und effizient wie nie zuvor macht. Ebenfalls neu ist eine neue Version der Stufen-Einhängeleiter für LKW sowie die Variante „ergo“ des Ein-Personen-Rollgerüst FlexxTower SG mit integrierter 1,20 m langer Ergo-Plattform, die bis zu 40 Prozent leichter ist als herkömmliche Plattformen.

// 11 40-jähriges Bestehen gefeiert Das 40-jährige Bestehen hat jetzt AS Arbeitsschutz gefeiert. Was 1986 mit einem Grundsortiment an Schutzhandschuhen in einer // Foto: AS Arbeitsschutz Operative Leitung übernommen Steigtechnik-Hersteller Hymer-Leichtmetallbau hat zum 1. Februar 2026 Alessandro Eiser (Foto) zum neuen Geschäftsführer berufen. Der erfahrene Manager übernimmt die operative Leitung des Herstellers aus Wangen und verantwortet die strategische Weiterentwicklung des mittelständischen Unternehmens. Eiser war bereits Mitglied des Beirats und bringt langjährige Führungserfahrung in der strategischen Entwicklung mittelständischer Industrieunternehmen im AutomotiveUmfeld mit. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Organisation, Transformation und nachhaltige Unternehmensentwicklung. // Foto: Hymer-Steigtechnik kleinen Garage in Bergheim begann, hat sich in vier Jahrzehnten zu einem international tätigen Unternehmen entwickelt. Aus zwei Personen wurde ein Team von fast 100 engagierten Mitarbeitenden, das heute Kunden weltweit mit persönlicher Schutzausrüstung und moderner Arbeitskleidung versorgt. Seit der Registrierung der europäische Herstellermarke Nitras in den 1990erJahren hat sich das Unternehmen Schritt für Schritt weiterentwickelt und sein Angebot kontinuierlich ausgebaut. Aus dem ursprünglichen Fokus auf Handschutz entstand im Laufe der Jahre ein umfassend Sortiment. Zivile Gefahrenabwehr Auch 2027 wird die Fachmesse 112 Rescue die Akteure der zivilen Gefahrenabwehr in der Messe Dortmund zusammenführen. Im Fokus stehen wieder relevante Themen, Einsätze bei Extremwetterereignissen, Rettungsrobotik, Digitalisierung bei Leitstellen, den Bau und die Planung von Feuerwehrhäusern, taktische Lagen im Rettungsdienst und die Zukunft der Notfallversorgung. Fachbesucher können sich vom 10. bis 12. Juni 2027 auf drei Messetage mit Innovationen, Praxislösungen und Austausch rund um Brandschutz, Rettungswesen sowie Katastrophen- und Bevölkerungsschutz freuen. // Foto: Messe Dortmund SONAR KURZ NOTIERT

12 // KURZ NOTIERT KURZ NOTIERT Wachstum im schwierigen Marktumfeld Auch in einem insgesamt schwierigen Marktumfeld hat die Unternehmensgruppe Fischer das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. Der größte Unternehmensbereich Befestigungssysteme wuchs währungsberei- // Foto: Fischer nigt um drei Prozent. Die breite internationale Aufstellung ermöglicht es der Unternehmensgruppe weitgehend unabhängig von negativen geopolitischen Einflüssen zu agieren. Weltweit beschäftigt Fischer 4.800 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr hat Daiber die Produkte und Services seiner beiden Eigenmarken James & Nicholson und Myrtle Beach erfolgreich unter der gemeinsamen Marke Daiber vereint. Mit der neuen Kampagne „Einfach Daiber.“ knüpft der Corporate-Fashion-Hersteller aus Albstadt nun konsequent an diesen Schritt an und schärft seine Positionierung als zukunftsorientierte Corporate-Fashion-Plattform weiter. Im Mittelpunkt steht dabei ein klares Versprechen an Kunden und Partner: unkomplizierte Prozesse, verlässliche Qualität und passgenaue Produkte und Services. Positionierung schärfen Robuste Sicherheitskultur Der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit liegt vor allem in einer ausgeprägten Sicherheitskultur, sagt Autor Stefan Bartel. Genau da setzt sein Buch „Safety Power“ an, indem es sich intensiv mit der Entwicklung einer robusten Sicherheitskultur auseinandersetzt. Egal, ob Führungskraft oder Sicherheitsmensch – dieses Buch biete wertvolle Einblicke, praxisnahe Ansätze und inspirierende Ideen, um Sicherheit als integralen Bestandteil des Unternehmenslebens zu etablieren. Der Fokus liegt dabei auf der Bradley-Kurve. Der Leser lerne, auf welcher Stufe er steht und welche Werkzeuge zu nutzen sind, um ein Unternehmen auf das nächste Level zu haben. // Foto: Bartel Erfolgsgeschichte fortführen Ihre langjährige Partnerschaft haben Nordwest Handel und die Rhenus Gruppe offiziell verlängert. Mit Vertragsunterzeichnung haben sie den Grundstein für ein neues Kapitel gelegt: den Betrieb des hochmodernen Nordwest-Logistikzentrums im hessischen Alsfeld (Foto). Damit wird eine Erfolgsgeschichte fortgeführt, die vor rund 20 Jahren im noch aktuellen Zentrallager in Gießen begann. Das Verbundunternehmen beliefert aus dem Logistikzentrum seine Fachhandelspartner aus den Bereichen Bau, Handwerk, Industrie und Haustechnik sowie deren Kunden deutschland- und europaweit. // Foto: Nordwest Praxiswissen gebündelt Praxiswissen aus über 40 Jahren Vertriebserfahrung hat Markus Rump in seinem Buch „Alles ist verkaufen“ gebündelt. Auf 126 Seiten verrät er Schritt für Schritt, wie Verkäufer mit einem klaren System, strukturierter Vorgehensweise und der richtigen Haltung, nachhaltig bessere Ergebnisse erzielen. Der Leser erfährt unter anderem, wie er mit System verkauft und nie wieder nur "aus dem Bauch" argumentiert, wie er mit der richtigen Fragetechnik echte Kundenbedürfnisse erkennt und dadurch zielgerichtet argumentiert, wie er durch Zielklarheit, Vorbereitung und Haltung jedes Gespräch wirklich führt und gewinnt und nicht zuletzt wie Verkaufen zur Lebenskompetenz wird – im Beruf und im Alltag. // Foto: Rump // Foto: Daiber

// 13 FACHARBEITER*INNEN SETZEN AUF DAS BOA® FIT SYSTEM. Das BOA® Fit System sorgt für eine präzise, fein einstellbare Passform und ist für kompromisslose Performance unter härtesten Bedingungen entwickelt – mit Garantie. ÜBERRAGENDE PASSFORM UND NACHGEWIESENE LEISTUNGSVORTEILE* *Im Vergleich zu Produkten mit Schnürsenkeln. 9% BIS ZU HÖHERE ENERGIEEFFIZIENZ Weniger Ermüdung bei längeren Tätigkeiten. 7% BIS ZU VERBESSERTE STABILITÄT & KONTROLLE Ermöglicht präzisere und effektivere Bewegungen bei wechselnden Bedingungen. GLEICHMÄSSIG Gleichmäßige Druckverteilung für eine Passform ohne störende Druckstellen. SICHER Fixiert die Ferse sicher für eine bessere Verbindung von Mittelfuß und Sohle und mehr Bewegungsfreiheit im Vorfußbereich. MILLIMETERGENAU EINSTELLBAR Perfekt eingestellte, präzise Passform, die sich bei Bedarf jederzeit anpassen lässt. Mehr Informationen auf BOAFIT.COM

14 // DURCH FRÜHJAHR & SOMMER Nach den stilleren Wintermonaten erwacht die Baustelle zu neuem Leben: Materialien werden geprüft, Werkzeuge gewartet, Abläufe geplant und leichtere Bekleidung wieder hervorgeholt. Sicherheit sollte dabei an erster Stelle stehen – rutschfeste Wege, stabile Gerüste und ein wachsamer Blick für Details sorgen dafür, dass trotz Leichtigkeit und frischen Schwungs alles unfallfrei und sicher über die Bühne geht. Unterstützung bietet dabei eine sorgfältige Wahl des passenden Schuhwerks. Angesichts der milderen Temperaturen werden nun lieber leichtere Schuhe getragen – zumindest da, wo es zulässig ist. Welche Materialien welche Vorteile bieten und welche Neuheiten der Markt bietet, verraten die folgenden Seiten. Passend gerüstet wird somit das Frühjahr zur Zeit des Aufbruchs, in der mit Ruhe, Können und sicheren Schrittes solide Ergebnisse entstehen – Schritt für Schritt, sicher und zuverlässig. cfk

// 15 // Foto: Haix SCHRITTES SICHEREN

16 // I n Bolton bei Manchester in Grossbritannien entwickelt und vertreibt die Inhaber-Familie von Grubs Boots seit dem 19. Jahrhundert Schuhe und Stiefel. Das Familienunternehmen kann seine Vorläufer bis ins Jahr 1776 zurückverfolgen – und das Design-Flair, auf das es heute noch stolz ist, war von Anfang an da. ÜBER 200 JAHRE ERFAHRUNG STECKEN IM PREMIUM-STIEFEL Grubs Premium-Stiefel werden in Deutschland exklusiv durch die Heronic Group in Aachen vertrieben. Info TOP-THEMA falsch. Es gibt diese Unternehmen namens Adidas und Puma, und sie nähen die Sohlen nicht auf die Unterseite von Schuhen; sie kleben sie. Und sie verwenden wunderbar leichte Materialien wie Nylon.'“ Sein Vater sagte: „Das ist schön, aber wir machen es seit 100 Jahren so und wir werden weitermachen." Also zog mein Onkel die Straße hinunter nach Bury und nahm meinen Vater mit, und sie gründeten Reebok 1958. David beschreibt seine Kindheit als „Reebok, Laufschuhe und schlammige Felder". Er verbrachte die Schulferien damit, Kataloge zu falten und Einlegesohlen zu zementieren. Als er 17 Jahre alt war, arbeitete er für seinen Vater als Designer. „Das war 1983 und Reebok war gerade in dem Bereich Aerobic intensiv aktiv. Also habe ich meine Kindheit damit ansässig und wurde lokal berühmt, als er diese Stiefel für das Nottinghamshire-CricketTeam herstellte." Erfinder der Spike-Laufschuhe Samuels Enkel, Joseph William Foster, war ein begeisterter Läufer; Gründungsmitglied sowohl von Bolton Harriers als auch von der nördlichen Niederlassung der Amateur Athletic Association (AAA). Er sah, wie erfolgreich die Verwendung von umgekehrten Nägeln an den Cricketschuhen seines Großvaters war, und er beschloss, das Prinzip auf Schuhen für seine Lauffreunde auszuprobieren. Diese neuen Spike-Laufschuhe waren ein sofortiger Hit. So sehr, dass sie bei den Olympischen Spielen 1924 von Eric Liddell und Harold Abraham getragen wurden – das Paar, das in dem Film „Chariots of Fire“ verewigt wurde. „Wenn man sich die berühmte Eröffnungsszene ansieht, in der sie am Strand entlang laufen, hat mein Urgroßvater tatsächlich diese Schuhe hergestellt", sagt David. In den Jahren des Zweiten Weltkriegs verkaufte die Familie Foster ihre mittlerweile legendären Schuhe auf der ganzen Welt. Aber Veränderung kam. Als Davids Onkel in der 1950er Jahren in Deutschland war, entdeckte er neue Technologien, die das Schuhdesign veränderten. Innovationen aus Deutschland eingebracht „Er verbrachte zwei Jahre dort und kam voller Innovation zurück", berichtet David. „Er sagte zu meinem Großvater: 'Papa, du machst alles Innovatives Denken liegt bei Grubs Boots in den Genen. Heutzutage ist dies ganz besonders bei den Stiefeln, auf die sich Grubs spezialisiert hat, zu erkennen. Die Stiefel werden, ganz nach Verwendungszweck, mit und ohne Sicherheitskappen entwickelt und produziert. „Es war mein Urururgroßvater, Samuel Foster, der zum ersten Mal anfing, Cricket-Bowlingstiefel mit Spikes zu produzieren", sagt Grubs-CEO David Foster. „Er war ab den frühen 1800er Jahren in Nottingham Mit diesem Schuh sorgte Harold Abraham bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris für Furore. Heute ist das Unternehmen Spezialist für Premium-Stiefel in diversen Schutzklassen. // Foto: Grubs So sah der Familienbetrieb Foster anno 1910 noch aus. // Fotos (2): David Foster

// 17 TOP-THEMA WORN WITH CONFIDENCE SICHERES UND BEQUEMES SCHUHWERK SCHAFFT DIE BASIS FÜR EINEN GUTEN ARBEITSTAG. DURCH PERFEKTE ABSTIMMUNG VON INNOVATIVITÄT UND NACHHALTIGEN QUALITÄTSMATERIALIEN GEWÄHRLEISTET SIEVI IHREN FÜSSEN UMFASSENDEN SCHUTZ UND LÜCKENLOSEN KOMFORT – DEN GANZEN LANGEN TAG. WENN SIE SICHERHEITSSCHUHE VON SIEVI TRAGEN, KÖNNEN SIE SICH DARAUF VERLASSEN, DASS DIESE IHREN JOB EBENSO GUT MACHEN WIE SIE SELBST. AIRGO 2 ROLLER XL S1 www.sievi.com verbracht, Laufschuhe zu machen und meine Teenagerjahre, um an Aerobic-Schuhen und Tennisschuhen zu arbeiten.“ Reebok wurde 1984 vom amerikanischen Distributor aufgekauft. David entwarf eine Weile weiter für das Unternehmen, bevor er Aufgaben bei Clarks und Karrimor übernahm. Schließlich wurde er als unabhängiger Designberater tätig und testete seine kreative Flexibilität bei allem, von Retro-Tennisschuhen für Fred Perry bis hin zu Barbour-Wellingtons. Von da an war es ein natürlicher nächster Schritt zur Gründung von The Original Muck Boot Company und Grubs; ein Duo, das, sagt David, „sowohl die Nummer eins als auch die Nummer zwei auf dem Markt" werden sollte. Getreu der Foster-Tradition ist Grubs eine Familienangelegenheit. „Ich zeichne die Bilder von Hand, verwende sie in Produkten und kümmere mich um die Herstellung", sagt David. „Meine mittlere Tochter Abigail arbeitet als Vertriebsleiterin. Bethany, die jüngste, kam vor vier Jahren hinzu und unterstützt mich bei der Produktentwicklung.“ Jeder Stiefel ist von Hand gefertigt Jeder Grubs-Stiefel wird von Hand gefertigt, wobei separate Gummistücke Schicht für Schicht aufgetragen werden, bevor die verschiedenen Sohlentechnologien darauf hinzugefügt werden. „Der Stiefel besteht aus einem Nylon-Stoff, Neopren – einem hervorragenden Isolator mit vielen kleinen, geschlossenen Löchern – und einem supertrockenen Futter aus Polyester, das Feuchtigkeit vom Fuß ableitet", erklärt David, „gefolgt von Isolierschichten mit einem verbindenden Stoff, der Luftmoleküle auf die gleiche Weise wie ein Schlafsack einfängt, und schließlich einer Fleeceschicht. Dies garantiert weiches Gehen und warme Füße bis zu minus 40 Grad.“ Die neueste Produkt-Entwicklung von Grubs ist der Bearline-Stiefel. Drei Jahre dauerte die Entwicklung. Der Stiefel verfügt über eine Sohlentechnologie, die von einer Bärenpfote inspiriert ist, um einen unvergleichlichen Halt auf nassen Oberflächen zu bieten. In Kombination mit einer Innensohle, die die gleichen Materialien wie High-End-Laufschuhe verwendet, liefert der Bearline das, was David als „ein Maß an Komfort und Leistung für das Laufen bei Nässe und Kälte” beschreibt. Dies stellt seiner Ansicht nach alle Wettbewerbsprodukte in den Schatten. Es war ein langer Weg von Cricket-Stiefeln bis hin zu Premium-Gummistiefeln. Aber Bearline verdankt seine Existenz mehr als 200 Jahren Design-und Produkt-Innovationen von einer Familie, die ihre Leidenschaft für Schuhe weiterhin über Generationen hinweg lebt.

18 // Das familiengeführte Unternehmen Baak mit Sitz am Niederrhein hat sich auf Ergonomie und Fußgesundheit im Arbeitsalltag spezialisiert. Im Gespräch gibt Tina Kolisch praxisnahe Hinweise, erklärt materialbedingte Unterschiede und zeigt auf, welche Faktoren ein angenehmes Fußklima auch an heißen Tagen ermöglichen. Geschlossenes Schuhwerk, langes Stehen, körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten oder ungünstige Materialien können schnell zu übermäßigem Schwitzen, Reibung, Blasen oder unangenehmem Geruch führen. Dabei lässt sich ein gesundes Fußklima mit den richtigen Materialien, Einlagen und Pflegegewohnheiten gezielt unterstützen. Wenn die Temperaturen steigen, klagen viele Beschäftigte über schwitzende oder müde Füße in Sicherheitsschuhen. Warum ist das gerade im Frühjahr und Sommer ein so häufiges Thema? Tina Kolisch: Weil der Fuß in dieser Jahreszeit einfach mehr arbeiten muss. Sicherheitsschuhe sind geschlossen, zum Teil über viele Stunden am Tag, und die Muskulatur wird zusätzlich belastet – durch Stehen, Gehen, häufig auch durch unebene Untergründe. Wenn dann Wärme dazukommt, steigt die Feuchtigkeit im Schuh, und die Haut reagiert schneller mit Reibung oder Blasen. Ein gutes Fußklima ist deshalb ein echter Präventionsfaktor. Gibt es Unterschiede beim Fußklima zwischen S1- und S3-Sicherheitsschuhen? Kolisch: Ja, und diese Unterschiede sind GUTES FUSSKLIMA LEISTET EINEN WICHTIGEN BEITRAG ZUR GESUNDHEIT AM ARBEITSPLATZ Warme Temperaturen stellen nicht nur den Kreislauf vor Herausforderungen – auch die Füße leisten in Arbeitsumgebungen Schwerstarbeit. Wie sich Fußgesundheit und Tragekomfort an die steigenden Temperaturen anpassen lassen, verrät Tina Kolisch. Sie ist Technische Produktmanagerin bei Baak. in warmen Monaten durchaus spürbar. S1-Schuhe sind häufig offener konstruiert und bestehen oft aus luftdurchlässigeren Textilien oder Mikrofasern. Dadurch kann Feuchtigkeit schneller entweichen, und die Füße heizen sich weniger auf. S3-Modelle hingegen verfügen über eine geschlossene Konstruktion sowie meist robusteres, dichteres Material – etwa Leder oder Schaftkombinationen mit geringerer Luftdurchlässigkeit. Das erhöht die Schutzwirkung, kann aber das Fußklima stärker beeinflussen. Moderne S3-Schuhe setzen deshalb zunehmend auf textile, leichte Komponenten, um Atmungsaktivität und Sicherheit miteinander zu vereinen. Was können Beschäftigte tun, um ein gesundes Fußklima auch an warmen Arbeitstagen zu unterstützen? Kolisch: Der größte Hebel sind die Materialien. Atmungsaktive Obermaterialien wie moderne Textilgewebe oder Mikrofasern helfen, Feuchtigkeit schneller abzutransportieren. Und: Das Innenfutter spielt eine enorme Rolle. Funktionsfasern mit hoher Wasserdampfdurchlässigkeit verhindern, dass Feuchtigkeit im Schuh „steht“. Ein Punkt, der vielen nicht bewusst ist: Auch Elemente wie die Durchtritthemmung beeinflussen das Fußklima. Textile Varianten können Flüssigkeit aufnehmen und Wärme besser abgeben. Unser Baak Neo Shield absorbiert beispielsweise bis zu 150 Milliliter Flüssigkeit und ist zudem spürbar leichter als Stahl. Wie sieht es mit Einlagen aus – können diese den Schuh zusätzlich aufheizen? Kolisch: Entscheidend ist die Materialzusammensetzung. Einlagen mit offenen Zellstrukturen und feuchtigkeitsabsorbierenden Schäumen sind im Sommer ideal, weil sie Atmungsaktivität verbessern und den Fuß stabil führen. Dichte Schäume, die keine Luftzirkulation zulassen, können dagegen tatsächlich wärmer wirken. Zudem unterstützen gute Einlagen die natürliche Abrollbewegung. Wenn der Fuß weniger ermüdet, schwitzt er auch weniger – es hängt also alles zusammen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass es sich um Einlagen handelt, die für das entsprechende Modell zertifiziert sind. Viele fragen sich: Was kann man gegen Geruch tun, wenn man den ganzen Tag Sicherheitsschuhe trägt? Kolisch: Das ist ein klassisches Thema, lässt sich aber gut in den Griff bekommen, wenn man ein paar Hinweise beherzigt. Dazu gehört das Tragen von Funktionssocken statt Das geringe Gewicht der asymmetrisch geformten Composite-Kappe lässt Beschäftigte weniger schnell ermüden. TOP-THEMA

Lindauer Straße 74 | 87439 Kempten im Allgäu Tel. 0831 / 260 934 - 50 | info@szwei-verlag.de www.szwei-verlag.de ...WEITER- LESEN? ABO – aber sicher! Jetzt ABO abschließen unter: www.szwei-verlag.de/abo

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