// 3 ED I TOR I AL erreichbar, man urteilt leicht, schnell und laut. Von allen Seiten kommen Informationen, die teilweise ungefiltert und ungeprüft für bare Münze genommen werden. Das passiert in unserem Fachmagazin Arbeitsschutz – aber sicher! garantiert nicht, darauf können Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, felsenfest verlassen, denn wir verwenden keinen Input aus unbekannten oder zweifelhaften Quellen. Zudem habe ich derzeit den Eindruck, dass bei vielen Leuten die Zündschnur immer kürzer wird, Toleranz und Akzeptanz anderer Meinungen oder anderer Wege auf der Strecke bleiben. Da wird manches Mal nur mit einem Ohr hingehört und direkt losgepoltert anstatt erst zu prüfen, ob die andere Ansicht, die andere Meinung, der andere Weg auch richtig oder zielführend sein können. Das sorgt für Hektik, für unnötige Spannungen und hohen Blutdruck. Wenn es mir zu hektisch wird, rufe ich tatsächlich ein Bild und damit Emotionen aus den 1970er Jahren ins Gedächtnis. Ein Bild aus meinem Kinderzimmer, bei dem ich dann entspannen kann und zur Ruhe komme, weil es eine enorm friedliche Stimmung in mir hervorruft. Ich habe vor einigen Monaten an dieser Stelle mal etwas über die Stoiker geschrieben, ganz so gelassen bin ich allerdings noch nicht. Aber ich denke, wenn man weiß, wie man für sich wieder Ruhe in den Kopf bekommt, den Blutdruck senkt, ist das auch eine passable Art, dem Irrsinn des Alltags zu entfliehen. Ein klarer Kopf ist schließlich gerade in Bau und Handwerk wichtig, um den Arbeitsalltag sicher und unfallfrei zu bestehen. Jetzt wünsche ich Ihnen ausreichend Muße, um sich einem entspannten Lesevergnügen mit der aktuellen Ausgabe von Arbeitsschutz - aber sicher! hinzugeben – garantiert ohne Fake-News und ohne Gepolter, dafür gespickt mit Fachbeiträgen und vielen Neuheiten im Markt. Bleiben Sie gesund, Ihr Liebe Leserinnen und Leser, neulich habe ich irgendwo in irgendeinem Social Media Post die Frage gelesen: Was würdest Du tun, wenn Du plötzlich im Jahr 1977 wieder aufwachst? Okay, viele Leser können sich vielleicht nicht zurückerinnern, weil sie da vielleicht noch nicht auf der Welt waren oder noch ganz klein, aber sie kennen auch die Geschichten von ihren Eltern oder Großeltern. Zeiten mit nur drei Fernsehprogrammen, die Tagesschau als Pflichttermin abends um 20 Uhr, keine Handys, keine Social Media – alles verlief ruhiger und entspannter. Und heute? Heute gibt es keine Ruhe m e h r . Man ist immer Wir verwenden keinen Input aus unbekannten oder zweifelhaften Quellen. // Foto: Camillo F. Kluge Camillo F. Kluge DIE RUHE AUS DEM JAHR 1977
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