Ausgabe 3 // 2026 April (Vorschau) | Arbeitsschutz - aber sicher!

// 17 kontrolle und Risikobewertung zuständig sind. Die Folge ist kein spektakulärer Ausfall, sondern eine schleichende Veränderung: Man reagiert etwas langsamer, entscheidet weniger präzise, hält Belastungen für noch machbar, obwohl sie es objektiv nicht mehr sind. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung weist darauf hin, dass genau solche Faktoren die Unfallwahrscheinlichkeit erhöhen können. Der Körper kompensiert – bis die Reserven aufgebraucht sind In der Physiotherapie zeigt sich immer wieder, dass Überlastung selten isoliert auftritt. Der Körper gleicht Defizite zunächst aus. Wer dehydriert ist, ermüdet schneller. Wer ermüdet, bewegt sich unpräziser. Wer sich unpräziser bewegt, belastet Gelenke, Muskeln und Faszien anders. Hinzu kommt: Sinkt die Konzentration, steigt nicht nur das Unfallrisiko, sondern auch die Wahrscheinlichkeit ungünstiger Bewegungsmuster. Unter Hitze kommt es typischerweise zu: • Flüssigkeitsverlust • höherer Kreislaufbelastung • schnellerer muskulärer Ermüdung • reduzierter Koordination Diese Faktoren greifen ineinander. Sie erklären, warum körperliche Arbeit bei Hitze nicht nur anstrengender ist, sondern qualitativ eine andere Belastung darstellt. Ein Punkt, der in der gesellschaftlichen Diskussion oft zu kurz kommt: Die kritische Phase beginnt nicht erst im Juli oder August. Fachlich wird längst darüber gesprochen, dass sich das Risikofenster nach vorn verschiebt. Dazu passt eine auffällige Zahl aus 2026: Der Deutsche Wetterdienst meldete für den Januar 2026 rund 70 Sonnenstunden statt 43 Stunden im langjährigen Mittel. Für die breite Öffentlichkeit klingt das zunächst nach einem sonnigen Wintermonat. Für Fachleute ist es ein Hinweis darauf, dass sich die Zeiträume mit erhöhter Exposition verändern. Steigen die Temperaturen steigen die Unfallzahlen Ebenso aufschlussreich ist eine Zahl der DGUV aus 2025: Ab einer Tageshöchsttemperatur von 30 Grad stieg die Zahl der Arbeitsunfälle um etwa sieben Prozent. Das ist gesellschaftlich deshalb relevant, weil Hitze häufig noch als Komfortproblem verstanden wird. Tatsächlich ist sie ein messbarer Risikofaktor für Fehlentscheidungen, Konzentrationsverlust und Unfallgeschehen. Im Unterschied zur Hitze wirkt UV-Strahlung oft unbemerkt. Sie verursacht zunächst keinen Leistungseinbruch, keine sofortige Schmerzreaktion, Wissenswert: • 2025: Ab 30 Grad stieg die Zahl der Arbeitsunfälle laut DGUV um etwa sieben Prozent • 2026: Der Januar 2026 brachte laut DWD 70 Sonnenstunden statt 43 Stunden im Mittel • Kritische UV-Werte können bereits im Frühjahr auftreten Das bedeutet: An heißen Tagen passieren statistisch mehr Fehler – nicht weil Menschen weniger wollen, sondern weil ihr Gehirn unter Hitze anders arbeitet. MILWAUKEETOOLDACH milwaukeetool.de KÜHLENDE TEXTILIEN VON MILWAUKEE® Kühleffekt Bis zu 4 Std. Einfache Handhabung Entdecken Sie das gesamte Sortiment an kühlenden Textilien. Vielfältiges Sortiment: Kühlhandtuch, -schlauchtuch, -mütze und mehr.

RkJQdWJsaXNoZXIy MTA5MDcwMw==