Ausgabe 4 // 2026 Mai (Vorschau) | Arbeitsschutz - aber sicher!

// 17 TOP-THEMA Die entsprechenden Arbeitsschritte erfolgen daher direkt am Gefahrstoffarbeitsplatz. Dort werden die Komponenten im vorgegebenen Verhältnis gemischt und weiterverarbeitet. Die entstehenden Emissionen werden unmittelbar erfasst und abgeführt, sodass die Belastung für die Beschäftigten deutlich sinkt. Gleichzeitig bleiben die Arbeitsabläufe flexibel. Früher wurden risikobehaftete Tätigkeiten in einem separaten Raum mit zentraler Absauganlage durchgeführt. Dies erwies sich jedoch als zu aufwendig, da der gesundheitsgefährdende Anteil an der Gesamttätigkeit der Modellbauer verhältnismäßig gering ist – auch in Bezug auf den erforderlichen Platz. Die Integration des GAPs in den bestehenden Arbeitsbereich ermöglicht einen kontinuierlichen Gesundheitsschutz und bringt gleichzeitig einen erheblichen Kostenvorteil mit sich. Individuelle Konfiguration Um unterschiedlichen Branchen und Einsatzbereichen gerecht zu werden, lässt sich der GAP individuell konfigurieren. Er ist in verschiedenen Größen erhältlich und kann auf Wunsch sogar bis zu einer Länge von 5,4 Metern ausgeführt werden. Bei Düker wurde der GAP exakt auf die Anforderungen vor Ort abgestimmt. Damit die bis zu 650 x 850 mm großen Modellplatten bequem in den GAP hineinpassen, brauchte man eine entsprechende Arbeitsplatte mit Sondermaß in der Tiefe. Sie wurde ergänzt durch eine Mischwanne mit Ablauf zum Anrühren des Kunststoffharzes. Auch die Arbeitsflächenmaterialien variieren – von melaminharzbeschichtetem Werkstoff über Edelstahl bis hin zu technischer Keramik. Flexibel sind ebenfalls die Seitenscheiben, die entweder transparent oder opak gewählt werden können. Zusätzliche Elemente, wie Steckdosen und Medienanschlüsse, lassen sich ebenfalls ergänzen. Bei Bedarf kann der GAP außerdem ohne integrierte Arbeitsfläche auf bereits vorhandene Tische oder Werkbänke aufgesetzt werden. Dank dieser Anpassungsmöglichkeiten und des Verzichts auf einen Frontschieber, ist jederzeit ein freies, ergonomisches Arbeiten möglich. Entscheidend ist, dass sich Arbeitsschutzlösungen in bestehende Prozesse integrieren lassen. Gelingt dies, steigt die Akzeptanz im Arbeitsalltag – und Schutzmaßnahmen werden konsequent genutzt. Das Beispiel aus Karlstadt zeigt, dass sich auf diese Weise nicht nur der Umgang mit Gefahrstoffen wirksam verbessern lässt, sondern auch Ar- beitsabläufe effizient organisiert bleiben. Die Grafik erläutert das Lüftungsschema des GAP von Asecos. // Grafik: Asecos Mitarbeiter mischt Stoffe im Gefahrstoffarbeitsplatz – Emissionen werden direkt erfasst. // Fotos (2): Asecos / Düker Bei Düker finden potenziell gesundheits- gefährdende Tätigkeiten am Gefahrstoffarbeitsplatz der Firma Asecos statt.

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