// 7 Als Samuel Enqvist 1985 bei Ejendals einstieg, war das Unternehmen ein kleiner Anbieter im Bereich Arbeitsschutz mit rund 6 Millionen Euro Jahresumsatz und etwa 20 Mitarbeitenden – heute erwirtschaftet Ejendals rund 200 Millionen Euro mit etwa 450 Beschäftigten. Enqvist gilt als „Urgestein“ bei Ejendals und quasi als „Chronist“, weil der die Firmenentwicklung seit über 40 Jahren kennt und sein Berufsleben dem Arbeitsschutz verschrieben hat. „Ich bin ein glücklicher Mensch“, sagt er rückblickend, „dem bereits 1985 die Chance geboten wurde, bei Ejendals zu arbeiten.“ Seine erste Position war die eines Produktmanagers für Schuhe, es folgten Stationen als Vertriebsleiter, Marketingleiter und Vertriebsdirektor. Damals wurde in den gleichen Räumen kommissioniert und verpackt, die heute als Pausenraum dienen; die Wege waren kurz, der Austausch direkt, die Atmosphäre geprägt von gemeinsamer Kaffeepause an einem Tisch und einem stark verkaufsorientierten Teamgeist. „Schon damals herrschte eine sehr familiäre Atmosphäre“, erinnert sich Enqvist. Alle Mitarbeiter waren sehr engagiert und extrem verkaufsorientiert.“ V om unmarkierten Lederhandschuh zum vernetzten Sicherheitskonzept: Ejendals hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur Handschuhe und Schuhe weiterentwickelt, sondern die Arbeitssicherheit in Europa maßgeblich geprägt. Heute steht das Unternehmen für Hightech-Materialien, ergonomische Gesamtlösungen und eine klare Vision: Null Verletzungen an Händen und Füßen – nachhaltig, zukunftsorientiert und mit starken Wurzeln in der Tradition. Diese familiäre, werteorientierte Kultur ist für ihn bis heute eines der Markenzeichen von Ejendals – ebenso wie der Anspruch, Produkte konsequent besser zu machen als der Marktstandard. Bereits in den 1980er-Jahren setzte das Unternehmen auf Materialien höherer Qualität und akzeptierte bewusst etwas höhere Preise, weil Handschuhe und Schuhe länger halten und die Anwender spürbar besser schützen sollten. Als Handschuhe noch „Verbrauchsmaterial“ waren In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden Arbeitshandschuhe in vielen Betrieben eher als Wegwerfartikel betrachtet – sie unterlagen einem natürlichen Verschleiß und galten nicht als strategischer Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung. Das erschwerte jede Diskussion über höhere Qualitätsstandards oder einen angemessenen Preis, denn Sicherheit und Lebensdauer spielten im Einkauf vielfach nur eine untergeordnete Rolle. „Arbeitshandschuhe wurden eher als Verbrauchsartikel und weniger als fester Bestandteil des PSA-Sortiments gesehen“, so Enqvist. „Das machte es schwierig, sowohl den Preis als auch das Qualitätsniveau anzuheben.“ Was sich im Laufe der Jahrzehnte nicht verändert hat, ist die Sorgfalt, mit der die Materialien ‒ hier von Produktmanager Anders Näs und Designerin Anna Hedvall ‒ für die Handschuhe ausgewählt werden. // Foto: Ejendals TITELSTORY VON LEDER ZU HIGHTECH: GESUNDHEIT UND SICHERHEIT IM WANDEL
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