Ausgabe 5 // 2026 Juni (Vorschau) | Arbeitsschutz - aber sicher!

// 3 ED I TOR I AL Aber tatsächlich umfassten sie jetzt nichts Dramatisches oder besonders Persönliches. Man muss tatsächlich angeben, unter welchem Namen man in den Social Media unterwegs ist. Auch die Frage nach den Namen der Eltern ist vielleicht ungewöhnlich, aber ansonsten mussten keine Daten preisgegeben werden, die nicht ohnehin bekannt sind oder im Ausweis stehen. Das eigentlich nervtötende beim Beantragen der Einreiseerlaubnis ESTA war die Technik, denn das System hing sich online ein paar Mal auf. Aber am Ende war alles ganz einfach und entspannt – ganz im Gegensatz zu den vorher lautstark aufgetretenen Mahnern. Das ist auch oft bei Sicherheitsmaßnahmen so. Vorher scheint eine riesige Menge an Dingen, die alle berücksichtigt werden müssen, wie eine gigantische Wand den Zugang zum sicheren Arbeiten zu versperren. Angefangen von Gefährdungsbeurteilung über die Beschaffung der passenden Materialien, der notwendigen PSA, der ausreichenden Menge qualifizierter Mitarbeiter, bis hin zum Notfall- und Rettungskonzept erscheint der Aufwand häufig wie eine zunächst unüberwindbare Hürde. Doch geht es hier um Menschen, unter Umständen sogar um Menschenleben. Und wenn man einmal für ein Projekt diese gigantische Wand zum sicheren Arbeiten überwunden hat, fällt es bei den nächsten Projekten mit Sicherheit leichter. Zumal einige Voraussetzungen wie zum Beispiel die PSA der Mitarbeiter oder ein Notfallkonzept dann bereits vorhanden sind. Manche Aufgaben wirken zunächst unlösbar, können vielleicht abschrecken, aber mit jedem Steinchen, das aus der – bleiben wir beim Bild – gigantischen Wand entfernt wird, wird es einfacher und rückt das Ziel näher. Am Ende steht dann die Gewissheit, alles für die Sicherheit der Menschen in einem Projekt in die Wege geleitet zu haben. Sicherheit und der Einsatz für sichere Arbeiten in Bau, Handwerk und Industrie ist übrigens keine Frage des Geschlechts, wie die Ihnen hier vorliegende Ausgabe unseres Fachmagazins Arbeitsschutz - aber sicher! deutlich belegt. Aber ich will nicht vorgreifen, nur so viel: Es erwarten Sie viele spannende und tolle Geschichten in vielen interessanten Beiträgen, zu denen ich Ihnen nun viel informatives Lesevergnügen wünsche. Bleiben Sie gesund, Ihr Liebe Leserinnen und Leser, ich war neulich relativ kurzfristig auf einer Dienstreise in den Vereinigten Staaten. Als ich im Vorfeld im Freundes- und Bekanntenkreis darüber mit ein wenig neugieriger Vorfreude berichtete, kamen von vielen Seiten Warnungen. „Jetzt nach Amerika als Journalist?“ „Bei der Einreise musst Du sämtliche Mailadressen und Mailverläufe der letzten fünf Jahre angeben.“ „Alle Chats, in denen Du unterwegs bist, musst du angeben!“ oder auch „Sämtliche Social Media Aktivitäten der letzten Jahre musst Du offenbaren.“ Mal abgesehen davon, dass wohl kein Mensch seine Online-Aktivitäten der letzten Jahre irgendwo wiedergeben kann – dafür gibt es schließlich auch KI – waren die EinreiseFormalitäten schon recht umfangreich. Am Ende steht dann die Gewissheit, alles für die Sicherheit der Menschen in einem Projekt in die Wege geleitet zu haben. // Foto: Camillo F. Kluge AM ENDE IST ES OFT EINFACH UND ENTSPANNT Camillo F. Kluge

RkJQdWJsaXNoZXIy MTA5MDcwMw==