8 // TITELSTORY Technologie entsteht aus Arbeitsrealität Produktentwicklung beginnt nicht mit einer theoretischen Aufgabenstellung, sondern mit der Beobachtung realer Arbeitsprozesse. Wer Handschutz weiterentwickeln möchte, muss verstehen, wie Menschen arbeiten, welche Bewegungen sie täglich ausführen und welchen Belastungen sie dabei ausgesetzt sind. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Wonder Grip konzentrieren sich dabei auf drei zentrale Bereiche: die Zusammensetzung und Leistungsfähigkeit von Beschichtungen, moderne Strick- und Webtechniken sowie die ergonomische Gestaltung von Handschuhformen. Daraus sind in den vergangenen Jahren zahlreiche patentierte Technologien hervorgegangen. Sie verfolgen unterschiedliche Neben Griffsicherheit spielen vor allem ergonomische Eigenschaften und natürliche Bewegungsabläufe eine wichtige Rolle. // Fotos (3): Wonder Grip Ziele, stehen jedoch für denselben Anspruch: Schutz, Komfort und Leistungsfähigkeit möglichst präzise auf reale Arbeitsbedingungen abzustimmen. Wie sich solche Entwicklungen im Arbeitsalltag auswirken können, zeigt beispielsweise die Wonder Grip Technology. Mikrostrukturen auf beschichteten Handschuhoberflächen wirken ähnlich wie feine Saugnäpfe und verbessern die Kontrolle auf trockenen, feuchten oder öligen Oberflächen. Materialien und Werkzeuge lassen sich dadurch sicherer und kraftsparender führen. In unabhängigen Materialprüfungen in Japan wurde bei Handschuhen mit Wonder Grip Technology eine Steigerung der Griffigkeit von bis zu 58 Prozent bei Latex- und bis zu 36 Prozent bei Nitrilbeschichtungen festgestellt. Neben Griffsicherheit spielen vor allem ergonomische Eigenschaften und natürliche Bewegungsabläufe eine wichtige Rolle. Denn nur Handschuhe, die im Arbeitsalltag akzeptiert werden, werden dauerhaft getragen. Eine entspanntere Handhaltung bereits beim Anziehen, natürlichere Bewegungsabläufe und eine höhere Tastempfindlichkeit ermöglicht beispielsweise die TPDT-Technologie. Sie orientiert sich an der natürlichen Haltung der Hand und unterstützt Bewegungsfreiheit, ohne dass permanent gegen die Form des Handschuhs gearbeitet werden muss. Zusätzliche Materialstrukturen innerhalb des Handschuhs unterstützen Bewegungsfreiheit, sicheren Sitz und angenehmes Arbeiten. Gerade bei längeren Tragezeiten wird spürbar, wie sich diese Eigenschaften auf Ermüdung, Gelenkbelastung und Bewegungsabläufe auswirken können. Dahinter steht das Dualiner-Konzept, das auf die Entlastung von Muskeln, Gelenken und Sehnen ausgelegt ist. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei Tätigkeiten mit dauerhaft wiederkehrenden Bewegungen, hoher Werkzeugkontrolle oder präziser Materialführung. Der Handschuh, den Emma Hulme bei ihren täglichen Arbeiten im Bau- und Renovierungsbereich verwendet, vereint mehrere Technologien von Wonder Grip, die unterschiedliche Anforderungen gleichzeitig unterstützen. Eine hohe Griffsicherheit erleichtert das sichere Führen von Werkzeugen und Materialien. Die ergonomische Form unterstützt natürliche Bewegungsabläufe der Hand. Zusätzliche Komfortelemente tragen dazu bei, Die Anforderungen an Handschuhe entwickeln sich unterschiedlich. Während in einigen Arbeitsbereichen Präzision und Tastgefühl im Vordergrund stehen, entscheiden in anderen Robustheit, Hitzebeständigkeit oder hohe mechanische Belastbarkeit über die Auswahl geeigneter Handschutzlösungen. Hinzu kommt, dass Arbeitsplätze häufig mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllen müssen. Handschuhe sollen schützen, präzises Arbeiten ermöglichen und dabei angenehm tragbar bleiben. Die Erwartungen an Handschutz sind dadurch gestiegen. Schutz wird vorausgesetzt. Darüber hinaus spielen Passform, Tastgefühl, Griffsicherheit und Tragekomfort eine wichtige Rolle. Denn nur Handschuhe, die im Arbeitsalltag akzeptiert werden, werden dauerhaft getragen.
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