// 7 Mit kühlender Weste und kühlender Basecap trotzt der Mitarbeiter des Bauhofs auch der größten Hitze. // Foto: Pervormance der Arbeiten in kühlere Tageszeiten ist in vielen Bereichen schlicht nicht möglich“, erklärt Jürgen Schaff, Ingenieur für Arbeitssicherheit bei den Entsorgungsbetrieben der Stadt Ulm. Die Beschäftigten arbeiten auf Freiflächen, aufgeheizten Straßen, in Kläranlagen oder in Gebäuden ohne Klimatisierung. Besonders auf den Südseiten der Bürogebäude werden im Sommer regelmäßig Temperaturen von über 30 °C erreicht. Unter freiem Himmel liegen die gefühlten Temperaturen durch Sonneneinstrahlung oft deutlich höher. Schatten? Häufig Fehlanzeige. Hinzu kommt eine weitere Herausforderung: In vielen Arbeitsbereichen ist das Tragen langer Schutzkleidung verpflichtend. Die Gefährdungsbeurteilungen im Abfall- und Abwasserbereich lassen aufgrund biologischer und mechanischer Risiken keinen Spielraum. Die Folgen von Hitze sind dabei längst nicht mehr nur eine Frage des Wohlbefindens. Aktuelle Studien zeigen, dass hohe Temperaturen direkte Auswirkungen auf die Gesundheit von Beschäftigten und die Fehlzeiten in Unternehmen haben. Bereits ein einzelner Tag mit Temperaturen über 30 Grad Celsius lässt die Zahl der Krankmeldungen in Deutschland um durchschnittlich 3,5 Prozent steigen. Hält die Hitze über mehrere Tage an, nimmt die Belastung weiter zu: Nach drei aufeinanderfolgenden Hitzetagen liegt der Anstieg bei fünf Prozent, nach sieben Tagen sogar bei 10,8 Prozent. Besonders betroffen sind Berufsgruppen mit körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten im Freien – etwa in Transport, Logistik, Landwirtschaft, Bauwesen oder der Fertigung. Für die Entsorgungsbetriebe der Stadt Ulm sind diese Entwicklungen keine abstrakten Zahlen. Die steigende Hitzebelastung ist im Arbeitsalltag längst spürbar. Ob bei Arbeiten auf Betriebshöfen, entlang von Straßen oder im Bereich der Abwassertechnik – die Belastung durch Hitze nimmt für viele Beschäftigte von Jahr zu Jahr zu. Hinzu kommt, dass sich die Zahl der Hitzetage in Deutschland im Vergleich zu den 1950er-Jahren nahezu verdreifacht hat. Allein 2023 wurden bundesweit TITELSTORY
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