Ausgabe 6 // 2026 Juli/August (Vorschau) | Arbeitsschutz - aber sicher!

// 9 TITELSTORY Die E.Cooline-Kühlkleidung nutzt ein einfaches Prinzip: Wasser statt Strom. Die patentierte SX3-Technologie speichert Wasser im 3D-Material auf smarten Fasern und erzeugt durch kontrollierte Verdunstung einen kühlenden Effekt. Die Produkte werden innerhalb weniger Sekunden mit Wasser aktiviert, sind sofort einsatzbereit und benötigen keine Energiequelle. Für die meisten Arbeitssituationen reicht diese natürliche Kühlung bereits aus. Steigen Temperatur oder Luftfeuchtigkeit stark an, kann die Kühlleistung zusätzlich über zwei weitere Kühlstufen verstärkt werden. Durch kurze Vorkühlung entsteht eine zusätzliche Kältereserve, die den Kühlungseffekt erhöht. So passt sich das System flexibel an unterschiedliche Einsatzbedingungen an – vom normalen Sommertag bis zur extremen Hitzebelastung unter Schutzkleidung. Die Kleidung bleibt dabei leicht, komfortabel und schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein. Kühlung mit Wasser – und bei Bedarf mit Extra-Power Dank der kühlenden Basecap bewahrt die Mitarbeiterin vom Bauhof auch bei großer Hitze einen kühlen Kopf. // Fotos (3): Pervormance die positiven Erfahrungen sprachen sich schnell herum. Heute werden sie nicht nur von Mitarbeitenden in der Entsorgung und Abwassertechnik genutzt, sondern auch in nicht klimatisierten Bürobereichen. Mittlerweile wird die Kühlkleidung aber nicht nur während der Arbeit getragen. Einige Beschäftigte nutzen sie sogar auf dem Heimweg oder zuhause, um nach besonders heißen Arbeitstagen schneller zu regenerieren und den Feierabend wieder besser genießen zu können. Mehr als nur ein gutes Gefühl Die positive Resonanz überrascht die Verantwortlichen nicht. Denn bei hohen Temperaturen geht es längst nicht nur um Komfort. „Schon eine geringe Reduzierung der empfundenen Temperatur kann einen großen Unterschied machen. Die Rückmeldungen zeigen uns, dass die Beschäftigten die Entlastung unmittelbar wahrnehmen“, sagt der Arbeitssicherheitsexperte. Für Jürgen Schaff sind solche Rückmeldungen besonders wertvoll. Schließlich zeigt sich der tatsächliche Nutzen einer Arbeitsschutzmaßnahme erst im praktischen Einsatz. Während technische Lösungen häufig anhand von Kennzahlen bewertet werden, berichten die Beschäftigten von ganz konkreten Vorteilen im Arbeitsalltag: weniger Hitzestress, mehr Konzentration und ein angenehmeres Arbeiten auch an langen Sommertagen. Genau diese Erfahrungen haben dazu beigetragen, dass die Kühlprodukte heute von vielen Mitarbeitenden selbstverständlich genutzt werden. Für den Arbeitssicherheitsexperten steht dabei vor allem die Gesundheit der Beschäftigten im Mittelpunkt. Gleichzeitig weiß Jürgen Schaff, dass sich Hitzestress auch wirtschaftlich bemerkbar macht. Das PotsdamInstitut für Klimafolgenforschung beziffert allein die Kosten einer dreitägigen Hitzewelle durch zusätzliche Krankmeldungen auf rund 32 Millionen Euro. Hinzu kommen schwer messbare Faktoren wie sinkende Konzen- tration, geringere Leistungsfähigkeit und Produktivitätseinbußen. Die positiven Effekte gehen aus Sicht der Verantwortlichen jedoch noch darüber hinaus. Neben der gesundheitlichen Entlastung und den Vorteilen für den Arbeitsalltag beobachten sie einen weiteren wichtigen Aspekt: Die Beschäftigten nehmen die Bereitstellung der Kühlkleidung als Zeichen echter Wertschätzung wahr. „Dass der Arbeitgeber in moderne Lösungen investiert und pragmatisch auf neue Herausforderungen reagiert, wird von vielen ausdrücklich anerkannt“, berichtet Jürgen Schaff. Nachhaltiger Hitzeschutz mit Zukunft Auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten passt die Lösung zum Unternehmen. Da die Kühlung ausschließlich mit Wasser und Luft funktioniert, kann insbesondere in Bürobereichen teilweise auf zusätzliche technische Klimatisierung verzichtet werden. Das spart Energie und vermeidet aufwendige bauliche Maßnahmen. Die guten Erfahrungen der vergangenen Sommer haben die Verantwortlichen darin bestärkt, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Kühlkleidung soll auch künftig ein wichtiger Baustein des betrieblichen Hitzeschutzes bleiben und allen Beschäftigten zur Verfügung stehen, für die sie im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung sinnvoll ist. Dass das Thema inzwischen an Bedeutung gewinnt, zeigt auch ein Blick auf andere Bereiche der Stadt: So wurde der Bauhof bereits mit kühlenden Signalwesten von E.Cooline ausgestattet, die von Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher persönlich übergeben wurden. Kleiner Temperaturunterschied mit großer Wirkung Für die Entsorgungsbetriebe der Stadt Ulm ist die Bilanz eindeutig: Die Kühlkleidung hat sich im Arbeitsalltag bewährt. Die hohe Akzeptanz bei den Beschäftigten, die einfache Handhabung und die durchweg positiven Rückmeldungen zeigen, dass die Maßnahme einen spürbaren Beitrag zur Entlastung an heißen Tagen leistet. „Die Rückmeldungen zeigen uns, dass wir mit dieser Entscheidung richtig lagen“, fasst Jürgen Schaff zusammen. Das Beispiel aus Ulm macht deutlich: Wirksamer Hitzeschutz muss nicht kompliziert sein. Oft sind es praxisnahe Lösungen, die von den Beschäftigten besonders gut angenommen werden und einen spürbaren Unterschied machen – für Gesundheit, Motivation und Sicherheit bei der Arbeit.

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